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Kommentar Welche Fintechs wirklich eine Chance haben

Im Fintech-Sektor herrscht große Konkurrenz. Durchsetzen werden sich nur jene Start-ups, die besser wirklich sind als Banken – oder eine Nische besetzen.
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Viele Fintechs arbeiten mittlerweile mit großen Banken zusammen. Quelle: dpa
Zahlungsverkehr per Smartphone

Viele Fintechs arbeiten mittlerweile mit großen Banken zusammen.

(Foto: dpa)

Es ist nicht lange her, da galten Finanz-Start-ups, kurz „Fintechs“, als Schrecken aller Banken. Als hippe Jungfirmen, die mit guten Ideen und smarter IT den etablierten Geldhäusern Kunden abjagen. Heute sind Fintechs aus der Bankenwelt nicht mehr wegzudenken, doch die allermeisten arbeiten mit Banken zusammen und könnten allein nicht bestehen.

Inzwischen zeigt sich auch: Nur Fintechs, die etwas wirklich besser machen als Banken oder die eine Nische besetzen, haben auf Dauer eine Chance. Das gilt umso mehr, wenn die Start-ups eine Dienstleistung anbieten, für die sie kein Geld verlangen können – schlicht, weil Verbraucher gar nicht bereit sind, dafür etwas zu zahlen.

Das jüngste Beispiel dafür: Gleich zwei Start-ups mit Handy-zu-Handy-Zahlsystemen stehen vor der Pleite. Vergangene Woche hat erst Cringle und dann Lendstar einen Insolvenzantrag gestellt. Der Wettbewerber Cookies musste bereits vor knapp zwei Jahren aufgeben.

Zwar haben Cringle und Lendstar jeweils Bankpartner und eine gewisse Zahl an Nutzern gewonnen. Zum Durchbruch hat das aber nicht gereicht. Nicht zuletzt, weil sie sich untereinander Konkurrenz machten.

Kein Verbraucher hat Lust, mehrere Bezahl-Apps auf das Smartphone zu laden. Zumal der Onlinebezahlriese Paypal ebenfalls Handy-zu-Handy-Zahlungen ermöglicht und derzeit auch Google Pay und Apple Pay in Deutschland starten. Und extra dafür zahlen will auch niemand. Klassische Überweisungen sind schließlich auch gratis.

Zudem haben die Sparkassen und Volksbanken zeitig reagiert und selbst ein mittlerweile übergreifendes mobiles Zahlsystem gestartet und in ihre Banking-Apps integriert. Mehr als eine Million haben sich für „Kwitt“ registriert.

Das bedeutet allerdings noch lange nicht, dass es automatisch von Erfolg gekrönt ist, wenn Banken zusammen eine Dienstleistung im Zahlungsverkehr anbieten. Das zeigt ihr gemeinsames Onlinebezahlverfahren Paydirekt, von dem fraglich ist, ob es sich je etabliert.

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