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Kommentar Welche Lehren Deutschland aus dem Handelskonflikt ziehen muss

Die Bundesregierung sollte etwas gegen die Exportabhängigkeit der deutschen Volkswirtschaft unternehmen – im eigenen aber auch im EU-Interesse.
29.07.2018 - 14:15 Uhr 1 Kommentar
Je abhängiger die deutsche Volkswirtschaft vom Export ist, desto anfälliger ist sie für die negativen Folgen internationaler Handelskonflikte. Quelle: dpa
Export

Je abhängiger die deutsche Volkswirtschaft vom Export ist, desto anfälliger ist sie für die negativen Folgen internationaler Handelskonflikte.

(Foto: dpa)

Ein großes Aufatmen geht durch das ganze Land: Es ist noch einmal gut gegangen für die Schlüsselbranche der deutschen Wirtschaft. Der Autoindustrie bleiben US-Strafzölle vorerst erspart, und alle sind erleichtert: die Automanager, die Investoren und die Bundesregierung. Das Wirtschaftsministerium hatte schon befürchtet, dass die von Donald Trump angedrohten Aufschläge auf deutsche Importautos die Konjunktur hierzulande spürbar ausbremsen könnten.

Völlig gebannt ist diese Gefahr weiterhin nicht. Die US-Handelssanktionen gegen China sind nicht vom Tisch. Wenn sie das Wirtschaftswachstum im Reich der Mitte dämpfen, leidet auch das Chinageschäft deutscher Exporteure. Man kann zudem nicht ausschließen, dass Donald Trump es sich anders überlegt und doch wieder auf die deutsche Industrie losgeht.

Vielleicht kommt er ja irgendwann zu dem Schluss, dass die Europäer doch nicht genügend Sojabohnen und Flüssiggas aus den USA kaufen. Nur ein Tweet des sprunghaften US-Präsidenten könnte ausreichen, um die Wirtschaft hierzulande erneut in Angst und Schrecken zu versetzen.

„Das Risiko für die Märkte bleibt, das Thema Autozölle ist nur auf Eis gelegt“

Die Deutschen sind zu Recht stolz auf die internationale Wettbewerbsfähigkeit ihrer Unternehmen. Doch der hohe deutsche Leistungsbilanzüberschuss kann in Krisensituationen wie ein Bumerang zurückschlagen. Je mehr die Volkswirtschaft vom Export abhängt, desto anfälliger ist sie für die negativen Folgen eines internationalen Handelskonflikts.

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    Die OECD, der IWF, die EU-Kommission und führende deutsche Ökonomen empfehlen der Bundesregierung seit Jahren, die schwache Binnennachfrage zu stärken: etwa mit höheren Investitionen in die teilweise marode Infrastruktur und mit einer Senkung der im EU-Vergleich überdurchschnittlichen hohen Abgabenlast auf kleine Arbeitseinkommen. Schon bisher sprachen viele gute Gründe dafür. Mit dem Handelskonflikt ist ein weiterer, besonders wichtiger dazugekommen.

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    1 Kommentar zu "Kommentar: Welche Lehren Deutschland aus dem Handelskonflikt ziehen muss"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    • Um die Exportabhaengigkeit zu senken koennten wir
      - Steuern auf Exporte erheben
      - Trump so provozieren, dass er ein totales Embargo
      gegen uns verhaengt. Haette einen gewissen Spassfaktor.

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