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Kommentar Weniger Filialen bedeuten nicht zwangsläufig weniger Service

Immer mehr Banken verabschieden sich von ihren Filialen. Das ist ein ermutigendes Zeichen, zeigt es doch, dass die Geldhäuser die Zeichen der Zeit erkannt haben.
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Die Bankfiliale wird immer mehr zum Auslaufmodell. Quelle: Reuters
Geschlossene Filiale der Deutschen Bank in Bochum

Die Bankfiliale wird immer mehr zum Auslaufmodell.

(Foto: Reuters)

Die Zahlen sprechen eine eindeutige Sprache: Die Bankfiliale wird immer mehr zum Auslaufmodell. Um 30, 40 oder gar 50 Prozent streichen einige deutsche Geldhäuser ihr Zweigstellennetz zusammen.

Ganz verschwinden werden die Filialen zwar nicht, aber sie werden im Stadtbild deutlich seltener werden. Das mag für viele Kunden bitter sein, aber letztlich bleibt den Geldhäusern gar nichts anderes übrig, als den langen Abschied von der Filiale einzuleiten.

Dafür gibt es gleich mehrere Gründe. Der profanste: Deutschlands Banken müssen dringend sparen, und das Zweigstellennetz ist teuer. Dazu kommt, dass sich viele Kunden kaum noch erinnern können, wann sie ihrer Filiale den letzten Besuch abgestattet haben, der weiter als zum Geldautomaten im Vorraum führte. Das Verwaisen der Filialen ist eine Folge der Digitalisierung, die die gesamte Branche umkrempelt.

Dass die Bankenbranche vor einem ebenso tief greifenden wie schmerzhaften Strukturwandel steht, ist inzwischen zwar ein Allgemeinplatz. Aber noch haben längst nicht alle Geldhäuser begriffen, dass sie all ihre Kräfte auf die Digitalisierung ihres Geschäftsmodells konzentrieren müssen, und das bedeutet für die allermeisten Institute nun einmal deutlich weniger Filialen.

Die negativen Folgen des Filialsterbens können die Banken mit kreativen Alternativen abfangen, und das tun sie auch bereits. In ländlichen Regionen kommt das Bargeld zum Beispiel oft schon per Boten direkt ins Haus.

Für komplexere Geschäfte wären Hausbesuche des Bankberaters ebenfalls eine Möglichkeit. Mit solchen Initiativen können die Banken beweisen, dass weniger Filialen nicht zwangsläufig auch weniger Service bedeuten muss.

Mehr: Die Frankfurter Volksbank und die Taunus Sparkasse drücken bei ihrer bundesweit einmaligen Zusammenarbeit aufs Tempo. Weitere Partner könnten folgen.

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