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Kommentar Wenn global zur Falle wird

Die Globalisierung hat den Unternehmen höhere Effizienz und Gewinnmargen gebracht. Doch die immer komplexere globale Verflechtung birgt auch Risiken und gefährliche Abhängigkeiten. Es wird Zeit für ein Umdenken.
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Diese Ladung wird ihr Ziel wohl nie erreichen: Vor der neuseeländischen Küste liegt das havarierte Containerschiff Rena auf einem Riff. Quelle: dapd

Diese Ladung wird ihr Ziel wohl nie erreichen: Vor der neuseeländischen Küste liegt das havarierte Containerschiff Rena auf einem Riff.

(Foto: dapd)

Der Versicherungsmakler Marsh warnte gestern seine Unternehmenskunden, die Risiken in ihren eigenen Zulieferketten nicht zu übersehen. Als Beispiel für Risiken nannte er die Explosion in einem Chemiepark in Marl. Dadurch drohen laut Marsh Lieferengpässe "bis hin zu Werksstilllegungen", betroffen sind vor allem Flugzeug- und Autobauer sowie deren Zulieferer "aus aller Welt". Denn in Marl wird Polyamid 12 hergestellt - ein Stoff, den viele Unternehmen brauchen, aber nur wenige herstellen.

Ein Störfall in Nordrhein-Westfalen kann also weltweite Auswirkungen haben. Es gab freilich in letzter Zeit weitaus prominentere Beispiele, etwa das Erdbeben in Japan und die Überflutungen in Thailand, die unter anderem für die Elektronikindustrie gravierende Auswirkungen hatten. Auch diese Beispiele machen deutlich, wie verletzbar Unternehmen durch die weltweite Arbeitsteilung geworden sind.

Frank Wiebe ist Kolumnist. Quelle: Pablo Castagnola

Frank Wiebe ist Kolumnist.

(Foto: Pablo Castagnola)

Für die Versicherungsbranche ist diese Verletzbarkeit Anlass, neue Produkte zu entwickeln, mit denen diese Risiken abgesichert werden sollen. Aber für die Unternehmen selbst sollte sie Anstoß zum Nachdenken sein: Wie viel Arbeitsteilung ist sinnvoll? Und damit auch: wie viel Globalisierung? Wiegen die Gewinne durch eine höhere Effizienz die Risiken durch immer komplexere Lieferbeziehungen tatsächlich noch auf?

Die Verflechtungen der Unternehmen und Branchen untereinander nehmen, wenn sie niemand bremst, von allein zu. Das liegt an der technischen Entwicklung, ist aber auch eine Art Grundtendenz, vergleichbar dem physikalischen Grundsatz der zunehmenden Entropie oder der allseits bekannten Regel, dass Unordnung von allein entsteht, Ordnung aber nur durch planvolles Handeln. Manchmal kommen politische Entscheidungen hinzu: Die Energiewende etwa sorgt für eine dramatisch steigende Komplexität der Stromversorgung - verbunden mit den entsprechenden Risiken.

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7 Kommentare zu "Kommentar: Wenn global zur Falle wird"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • Im Prinzip haben sie mich nicht falsch verstanden.
    Ich sehe auch das Problem in ihren Beitrag sachlich gegenwärtig als wichtig an. Ich wünschte mir mehr wissenschaftlich untersuchten oder hinterfragten Input zu dem Hauptthema. Ihr Beitrag wäre nur aus meiner Sicht auf einen dementsprechenden Versichererartikel besser kommentiert. Da könnten sie dann auf diesen Artikel verweisen. Mir ging es nicht um ihren Inhalt. Nur um das positionieren. Das Politikersystem und deren Lobbyarbeit ist mir gut bekannt.

  • Wie kann ein "querdenker" so einen quatsch kolportieren, dass das oel mal zur neige gehen koennte. Information ist nicht bringschuld sondern holschuld!

  • Ach nein, was fuer eine ueberraschung! Die globalisierung entaelt auch risiken; wer haette das gedacht?
    Nach einhelliger meinung aller aktuellen und ins globale netz gefluechteten politiker hat die globalisierung nur eines: VORTEILE!
    Alles andere ist doch verschwoerungstheorie, oder nicht?
    Wie dumm muss ein volk sein, das solche, noch duemmere kreaturen, wie es ihre vertreter sind, hervorbringt?

  • Genau das soll ja erreicht werde! Vom eigentlichen problem abzulenken und darauf was in wirklichkeit von den lobbyisten erreicht werden will.
    Un das schaffen die offensichtlich ohne muehe, wie man an ihrem beitrag unschwer erkennen kann, oder habe ich sie da falsch verstanden? Es taete mir leid!

  • In Anlehnung an den Benutzer BRASIL

    Bitte versuchen den Kern des Themas zu treffen. Immer wieder sind es Nebenprodukte eines Themas die mehr polarisieren als das Thema selbst. Die Versicherer sind natürlich am Rande auch integriert aber soll das hier diskutiert werden? Die Risiken der globalen Verpflechtung, das Zustimmen oder Ablehnen sind aus meiner Sicht Kommentarzeilen würdig.

  • Die headline laesst einen objektiven bericht erwarten. doch wnn man anfaengt zu lesen, so verdichtet sich der verdacht, dass hier wohl eine werbeschrift der versicherungswirtschaft 1:1 abgeschrieben wurde, oder hat der urspruengliche autor, was ueblich ist, auch gleich eine digitale version bereitgestellt?
    Na egal wie, herr wiebe hat sich als agent der anzeigenabteilung hiermit glaenzend bewaehrt. Wenn noch nicht geschehen, so sollte er, wegen seiner imensen begabung, fuer diesen job schnellstens versetzt werden!

    Der versicherungswirtschaft ist dieser gelungene vorstoss nicht zu verdenken, machen die doch nur ihren job! Nachdem die clientel fuer das verbrecherische uns staatlich gefoerderte lebensevrsicherungsgeschaeft broeckelt, sucht man halt nach neuen wegen die betrugsmasche weiter zu spinnen und findet auch willige handlanger, wie man hier unschwer erkennen kann.

    Eine masche die ich mir merken werde, noch am freitag kurz vor arbeitsende einen digitalen bericht mit markiger und objektiv erscheinender ueberschrift an zeitungsredaktionen gesand und man kann sicher sein, dass sich mangels zeit immer ein sogenannter journalist dranmacht, das noch schnell zu kopieren fuers wochenende um damit sein tagessoll nach minimax methode zu erfuellen!

    Es lebe der JOURNALISMUS!

  • Stichwort Energie: Dass Öl mal zur Neige gehen wird, ist bekannt. Dass aber eine wundersame neue Energiequelle gefunden wird, damit ist nicht zu rechnen, wie wir vor einiger Zeit hier in einem Artikel lesen konnten. Und so erscheint jede moderne Strömung wie die Globalisierung, wie die Philosophie von Dinausauriern, die sagen: Wir können nicht aussterben. Dafür sind wir viel zu groß und zu furchteinflößend.

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