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Kommentar Wenn man könnte, sollte man Bitcoins abschalten

Eine neue Studie belegt, wie viel Schaden Bitcoins anrichten. Ihr ökologischer Fußabdruck gleicht dem von Las Vegas. Das ist alarmierend.
4 Kommentare
Der klimatische Fußabdruck der Bitcoins entspricht in etwa dem der Metropole Hamburg. Quelle: Reuters
Bitcoin-Tokens

Der klimatische Fußabdruck der Bitcoins entspricht in etwa dem der Metropole Hamburg.

(Foto: Reuters)

Es gibt eine Menge Leute, die die Erderwärmung nicht ernst nehmen. Und zwar weit hinaus über den Kreis derjenigen, die das Phänomen bestreiten oder nicht glauben wollen, dass der Mensch wesentlich dazu beiträgt. Im politischen Raum zählen alle dazu, die die Freitagsdemonstrationen der Jugendlichen als Kinderkram abtun oder sich an der Frage abarbeiten, ob man dafür die Schule schwänzen darf.

Eine andere Variante besteht darin, Vokabeln wie „Eigenverantwortung“ oder „neue Technik“ als Politikersatz zu bemühen. So weit, so altbacken. Aber es gibt auch eine nach eigenem Verständnis coole, futuristische Sphäre, in der das Thema, das entscheidend für die Europawahl wurde, weitgehend ignoriert wird: die Kryptowelt.

Das gilt jedenfalls für die Fans des Bitcoins, des Urahns aller Kryptowährungen, der gerade wieder einen neuen Aufschwung erfährt. In anderen Bereichen, beispielsweise bei Ethereum, gibt es immerhin den Versuch, von der energiefressenden Technik wegzukommen. Die technische Universität München hat nach eigener Aussage besonders genau nachgerechnet, wie viel Energie Bitcoins verschlingen und wie groß der entsprechende CO2-Ausstoß ist.

Das Ergebnis: Der klimatische Fußabdruck entspricht dem der Metropole Hamburg oder der leuchtenden Wüstenstadt Las Vegas. Dass Bitcoins enorm viel Energie verbrauchen, obwohl sie im Zahlungsverkehr keine nennenswerte Rolle spielen, ist allerdings ohnehin schon lange bekannt.

Es ist kaum auszudenken: Viele Leute, gerade in der jungen Generation, verzichten auf Auto und Fleischkonsum, schränken Flugreisen ein oder bemühen sich, Heizenergie zu sparen. Zugleich wird ein Haufen Energie für ein System verschwendet, dass de facto zur reinen Spekulation dient. Andere Anwendungen der Blockchain, der Technik hinter den Bitcoins, mögen handfesteren Nutzen stiften.

Aber Bitcoins ändern sich nicht. Wenn man könnte, sollte man sie abschalten. Leider ist das nicht so einfach möglich.

Mehr: Das soziale Netzwerk spricht einem Bericht zufolge mit Finanzinstituten, die das Bezahlsystem gegen eine Lizenzgebühr betreiben soll.

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4 Kommentare zu "Kommentar: Wenn man könnte, sollte man Bitcoins abschalten"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • https://www.youtube.com/watch?v=cgeKRlULaN4

  • Die technische Universität München hat nach eigener Aussage besonders genau nachgerechnet, wie viel Energie Bitcoins verschlingen und wie groß der entsprechende CO2-Ausstoß ist.Das Ergebnis: Der klimatische Fußabdruck entspricht dem der Metropole Hamburg oder der leuchtenden Wüstenstadt Las Vegas. ...
    Krass was sich die Menschheit in Wahn & Gier Einfallen lässt. Darum ist es umso wichtiger sich der Energiefrage zu stellen. Die Berliner NEUTRINO ENERGY Group testet ein Gerät zur Gewinnung von sauberem Strom aus kosmischer Strahlung. Holger Thorsten Schubart, CEO des deutsch-amerikanische Forschungsunternehmen NEUTRINO ENERGY Group hat die Entwicklung eines innovativen High-Tech-Materials auf Basis einer Vielzahl von dotiertem Kohlenstoff und Silizium zum Abschluss gebracht, mit dem ein Teil der kinetischen Energie von Partikeln des unsichtbaren Strahlungsspektrums in Elektrizität umgewandelt wird. Derzeit werden die ersten industriellen Muster des sogenannten NEUTRINO POWER CUBE, eines Geräts, das saubere Energie liefert, in Deutschland unter Laborbedingungen getestet. Das ist die revolutionärste Alternative für einen Systemwandel zur DEZENTRALEN und MOBILEN HAUSHALTSENERGIE-VERSORGUNG und unendlichen ELEKTROMOBILITÄT bewegen.



  • Den Kommentar hätte auch mein kleiner Bruder abgeben (wenn auch nicht so schön schreiben) können. Die Forderung nach einem baldigen Umstieg auf Proof of Stake, das einen gänzlich anderen ökologischen Fußabdruck ohne ein "Abschalten" des Bitcoin mit sich bringen würde als das aktuell angewandte Proof of Work (Work = der verbrannte Strom), wäre schon spannender gewesen. Aber darauf geht der Autor nicht ein, erwähnt es als Alternative nicht einmal und scheint es als Alternative wohl auch nicht zu kennen.
    Auch, als Wertangebot von Bitcoin nur Überweisungen zu nennen, zeigt, wie viel der Autor vom Thema versteht. Oder zeigt. Nämlich leider sehr wenig.

  • Der "ökologische Fußabdruck" von beliebig vermehrbarem Papiergeld (bzw. Computer-Giralgeld) ist natürlich besser, aber ihm mangelt daher auch an etwas gant Entscheidendem: der KNAPPHEIT.
    Bitcoins wurden so entwickelt, dass sie nicht nur knapp sind (ihre maximale Anzahl ist begrenzt) , sondern dass das "Schürfen" weiterer Bitcoins immer schwerer (das heißt hier energieaufwendiger) wird.
    Das "Schürfen" weiteren staatlichen Kreditgeldes ist es dagegen nicht.
    Und gerade diese KNAPPHEIT macht die Bitcoins bei vielen Menschen begehrt und verleit ihnen einen Wert und damit Kaufkraft. In der Sprache der Ökonomie korrekt ausgedrückt: der GRENZNUTZEN von Bitcoins nimmt wesentlich geringer ab als der von staatlichem Papiergeld.

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