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Kommentar Wer auf steigende Ölpreise setzt, könnte noch viel Geld verlieren

Es erscheint logisch, dass die Ölpreise irgendwann wieder steigen müssen. Aber für Anleger bieten solche Wetten mehr Risiko als Potenzial.
05.10.2020 - 18:30 Uhr Kommentieren
Der US-Ölpreis WTI fiel im April sogar deutlich unter null Dollar. Quelle: dpa
Ölplattform Texas

Der US-Ölpreis WTI fiel im April sogar deutlich unter null Dollar.

(Foto: dpa)

Am Montag hat die Aussicht auf eine zeitige Entlassung Donald Trumps aus dem Walter-Reed-Militärkrankenhaus den Ölpreisen deutlichen Auftrieb verliehen. Sie kletterten in der Spitze um fünf Prozent.

Ende vergangener Woche hatte die Nachricht, dass der US-Präsident der wohl prominenteste Patient in der Pandemie wurde, noch deutlich belastet. Dabei hat sich an den fundamentalen Treibern des Ölmarkts – Angebot und Nachfrage – nichts geändert.

Als „Schmierstoff der Weltwirtschaft“ ist Öl ein viel beachteter Konjunkturindikator. Doch die Marktbewegungen rund um die Covid-Erkrankung von Trump zeigen: Der Ölpreis wird immer mehr ein Stimmungsbarometer für die Risikoneigung der Anleger. Die steigende Volatilität und die Entkopplung von den Fundamentaldaten machen Öl als Investment noch riskanter als ohnehin schon.

Öl hat sich in diesem Jahr als ruinöses Investment erwiesen. Auf Jahressicht beträgt das Minus fast 40 Prozent – in der Spitze lag der Preisverfall von Brent-Öl bei mehr als 70 Prozent. Der US-Ölpreis WTI fiel im April sogar deutlich unter null Dollar.

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    Auch bei der Erholungsrally hinkt Öl hinterher. Zwar sorgten historisch einmalige Förderkürzungen der Opec dafür, dass der Ölpreis den einstelligen Bereich schnell wieder verlassen hat. Doch seit Monaten kann sich der Ölpreis nicht oberhalb der Marke von 45 Dollar halten. In jüngster Zeit ging es angesichts der wachsenden Angst vor einer zweiten Coronawelle eher wieder in Richtung 40 Dollar. Impulse für schärfere Produktionskürzungen dürften von der Opec vorerst nicht ausgehen.

    Daher überwiegen bei Öl derzeit vor allem die Risiken. Die widersprüchlichen Signale um den Gesundheitszustand des mächtigsten Manns der Welt sind dafür nur ein Beispiel. Ob eine zeitige Entlassung Trumps die Ölpreise über die Marke von 45 Dollar hievt, ist höchst zweifelhaft. Schlechte Nachrichten zu Trumps Gesundheitszustand dürften dem Ölmarkt jedoch einen weiteren Schlag versetzen.

    Wer auf steigende Ölpreise setzt, braucht einen langen Atem. Zwar erscheint es logisch, dass die Ölpreise irgendwann wieder steigen müssen, doch auf dem Weg dorthin können Anleger noch viel Geld verlieren. Zumal Exchange Traded Commodities (ETCs) im derzeitigen Marktumfeld noch stärker fallen als die zugrunde liegenden Ölpreise. Daher sind Anleger mit Aktien oder Gold momentan deutlich besser bedient.

    Mehr: Der Opec entgleitet die Kontrolle über den Ölmarkt.

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