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Kommentar Wer billiges Geld braucht, sollte an die Börse gehen

Statt Anleihen auszugeben, sollten börsennotierte Unternehmen weitere Aktien platzieren. Aber rechtzeitig – denn im Aufschwung lassen sich die Papiere besser verkaufen.
25.08.2020 - 17:44 Uhr Kommentieren
Für börsennotierte Unternehmen ist der Vorteil in diesem Jahr besonders groß. Quelle: dpa
Handelssaal der Frankfurter Börse

Für börsennotierte Unternehmen ist der Vorteil in diesem Jahr besonders groß.

(Foto: dpa)

Wer eine zündende Idee hat und dafür Geld braucht, nutzt die Börse. Der Erlös durch die Herausgabe der Aktien kommt der Firma mit ihren Angestellten zugute.

Wer anschließend neues Kapital benötigt, um wettbewerbsstarke Konkurrenten zu kaufen oder weitere Wachstumsfelder zu erschließen, beschafft sich mit der Herausgabe neuer Aktien frisches Geld.

Wer schließlich in Krisen in finanzielle Schwierigkeiten gerät, kann ebenfalls neue Anteilsscheine herausgeben. Diese Form der Kapitalerhöhung ist in den letzten Jahren allerdings ein wenig aus der Mode geraten.

Stattdessen verkaufen immer mehr Unternehmen Anleihen, um an weiteres Kapital zu kommen. Historisch niedrige Zinsen von oftmals weniger als einem Prozent Jahreszins machen diese Art der Geldbeschaffung in der Coronakrise aus Schuldnersicht hochattraktiv.

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    Doch nicht börsennotierten Wettbewerbern fehlen diese Möglichkeiten weitgehend. Anleihen können sie zwar emittieren, doch meist zu deutlich höheren Zinssätzen.

    Nachteil: hohe Transparenz

    Für börsennotierte Unternehmen ist der Vorteil in diesem Jahr besonders groß. Die Möglichkeiten, sich immer mehr Geld durch Anleihen zu immer niedrigeren Zinssätzen zu leihen, scheinen aufgrund des vielen billigen Geldes, das die Notenbanken den Kapitalmärkten zur Verfügung stellen, unbegrenzt. Milliardenschwere Anleiheemissionen vieler Großkonzerne belegen dies, wie etwa die der Autobauer BMW, Daimler und Volkswagen. Ihnen brechen mangels Nachfrage die Einnahmen weg, gleichzeitig brauchen sie aber Milliarden, um ihren teuren Umbau zur Elektromobilität zu finanzieren.

    Die Unternehmen erkaufen sich diesen Vorteil durch eine hohe Transparenz, die ihnen an den Aktienmärkten abverlangt wird und bei Anlegern das nötige Vertrauen schafft. Dafür sorgt die regelmäßige Veröffentlichung der Jahres- und Quartalsbilanzen inklusive sensibler Kennzahlen wie Verschuldung und Bargeldvermögen oder Warnungen vor geringeren Erträgen.

    Diese schonungslose Offenheit, der sich familiengeführte Firmen gerne verschließen, um der Konkurrenz keinen Einblick in ihre Bücher und künftigen Absichten zu gewähren, verhilft am Anleihemarkt zu konkurrenzlos günstigen Konditionen. Auf diese Weise erlangen Aktiengesellschaften Wettbewerbsvorteile. Wer sie in künftigen Krisen nutzen will, sollte über einen Börsengang nachdenken. Aber rechtzeitig, denn im Aufschwung oder gar Boom lassen sich Aktien besser und zu höheren Kursen platzieren als im nächsten Abschwung.

    Mehr: Kleine Firmen kämpfen ums Überleben, Dax-Konzerne horten Cash

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