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Kommentar Werbung bei WhatsApp ist ein Fehler

Facebook will mit seinem Messaging-Dienst WhatsApp Geld verdienen. Das ist zwar rechtens, doch Werbeanzeigen sind für die App das falsche Modell.
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„Zahlen, bitte“ – so will Whatsapp endlich Geld verdienen

Es war ein gigantischer Verlust: Nach Bekanntgabe der Quartalszahlen verlor die Facebook-Aktie zeitweise rund 130 Milliarden Dollar Marktkapitalisierung. Der Konzern war hinter den Erwartungen der Analysten zurückgeblieben.

Trotzdem stand unter dem Strich ein starkes Ergebnis: Der Umsatz stieg um 42 Prozent auf 13,23, der Nettogewinn lag bei fünf Milliarden Dollar. Die enttäuschten Anleger erinnerten da ein wenig an einen enttäuschten Millionärsspross, der statt Porsche dann doch nur einen SLK zum Geburtstag bekommen hatte.

Denn trotz vieler Probleme, von Überalterung der Nutzer bis hin zu Datenskandalen, bleibt Facebook eine Geldmaschine, deren Schmierstoff die Werbung ist. Doch nicht für jede der Plattformen des Konzerns ist das der richtige.

Wie unter anderem das „Wall Street Journal“ berichtet, soll aus der bisher werbefreien Zone WhatsApp nun auch ein Rädchen in der Geldmaschine Facebook werden. Ab dem kommenden Jahr sollen Nutzer im sogenannten Stories-Bereich Werbeanzeigen angezeigt bekommen.

Und es wird noch schöner für die Werbekundschaft: Anzeigen sollen sich bequem über den Facebook-Werbemanager buchen lassen. Bei rund 1,5 Milliarden Nutzern des Messaging-Dienstes weltweit dürften sich die Werbekunden die Präsenz also etwas kosten lassen.

Aber muss das wirklich sein? Wäre es nicht vielmehr an der Zeit, nach Datenskandal und Vertrauensverlust auf ein anderes Modell zu setzen?

Die Kommunikation über WhatsApp hat für viele SMS, E-Mail oder selbst das Telefonat ersetzt. Sie ist zutiefst privat – in diesem Umfeld kann Werbung durchaus abschreckend wirken.

Dass der Dienst monetarisiert werden soll, ist Facebooks unternehmerisches Recht. Ein Bezahl- oder Abomodell mit geringen Centbeträgen wäre da aber die weitaus bessere Variante auch für die Privatnutzer. Dass dieses Modell nur für Unternehmenskunden eingeführt wird, ist ein Fehler.

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