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Kommentar WeWork weckt düstere Erinnerungen bei Investoren

Der Börsengang von WeWork erinnert an die hässliche Seite der New Economy. Auf große Versprechen könnte große Enttäuschung folgen.
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Das Start-up strebt den Börsengang an. Quelle: AFP
WeWork

Das Start-up strebt den Börsengang an.

(Foto: AFP)

Was ist der Kern von WeWork? Ist es eine Tech-Firma, die als Plattform eine Servicedienstleistung für Arbeitsplätze liefert? Oder ist es doch ein Immobilienkonzern, der Büros zeitlich befristet vermietet? WeWork möchte gern eine Plattform sein – das lockt schließlich Investoren. Und WeWork strebt gerade an die Börse. Doch dass WeWork und der dahinterstehende Konzern We die Herkunft leugnen, lässt nichts Gutes erahnen.

Das Kern-Geschäftsmodell ist klassische Arbitrage: Büroflächen werden langfristig an- und kurzfristig teurer weitervermietet. Damit lässt sich Geld verdienen. Nur weil We seine Dienste als „Workspace as a Service“ bezeichnet, ist es noch lange kein Tech-Konzern.

Die Gemeinschaft der We-Kunden ist auch kein Alleinstellungsmerkmal. Das bietet die Konkurrenz auch. Dass die Amerikaner aber genau dieses Wirgefühl als Versprechen für eine große Zukunft andienen, weckt böse Erinnerungen an das Platzen der New-Economy-Blase, als auf große Versprechen große Enttäuschungen folgten.

Damals gab es mit Regus schon einmal ein Unternehmen, das Büros langfristig an- und kurzfristig weitervermietete. Die Büros waren damals noch nicht so hipp wie heute, das Geschäft aber ähnlich. Als die Blase platzte, mussten Teile von Regus Insolvenz anmelden.

Investoren sollte das eine Mahnung sein. Denn zum Verhängnis wurde Regus unter anderem der große Teil an Firmenkunden. Als sie auszogen, blieb ein großes Loch in der Bilanz. Dort gibt es eine auffällige Parallele: Denn auch We setzt verstärkt auf Firmenkunden.

Allerdings gibt es auch Beispiele von solidem Wachstum in dem umkämpften Markt. Das zeigt ausgerechnet die Regus-Muttergesellschaft IWG, die mit verschiedenen Marken auch beim Coworking mitmischt.

Die börsennotierte IWG ist ähnlich groß wie WeWork, operiert profitabel – kommt aber nur auf ein Zehntel des Marktwerts. Gut möglich, dass WeWork schon bald die Börsenrealität einholt.

Mehr: Warum die Zweifel daran wachsen, ob die hohe Bewertung von WeWork gerechtfertigt ist.

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