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Kommentar Wie das Modell „Goldfinger“ die Moral unterwandert

Der Staat muss mehr tun, um aggressive Steuergestaltungen von Investoren und Anwälten zu bekämpfen. Andernfalls nimmt die Steuermoral der Gesellschaft schweren Schaden.
14.02.2018 - 15:30 Uhr
Ein Großteil der Steuern ist wohl unwiederbringlich verloren, auch wenn jetzt Staatsanwälte und Steuerfahnder in großem Stil ermitteln. Quelle: dpa
Steuerfahndung

Ein Großteil der Steuern ist wohl unwiederbringlich verloren, auch wenn jetzt Staatsanwälte und Steuerfahnder in großem Stil ermitteln.

(Foto: dpa)

Unser Steuersystem basiert auf einer simplen Idee: dem Leistungsfähigkeitsprinzip. Das heißt, der Beitrag jedes Bürgers zur Finanzierung des Staats soll von seiner wirtschaftlichen Potenz abhängen. Vereinfacht gesagt: Wer wenig verdient, zahlt wenig Steuern, wer viel verdient, zahlt mehr. In Deutschland ist es zudem Konsens, dass der Steuersatz mit steigendem Einkommen nicht nur linear, sondern progressiv steigen soll.

Zahlreiche Millionäre treten dieses Prinzip mit Füßen. Obwohl sie über hohe Einkommen verfügen, haben sie den Steuersatz durch einen dreisten Trick bis auf null gedrückt. Dabei wollen sie eine Lücke im Gesetz ausgenutzt haben.

Sie bedienten sich einer Firma in London, um als Goldhändler temporär hohe Verluste zu erzielen. Diese verrechneten sie in Deutschland zur Ermittlung des Steuersatzes mit Millioneneinkünften aus Job, Firma, Kapital- oder Immobilienvermögen. Ergebnis: Steuerlich präsentierten sie sich als Kleinstverdiener.

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