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Kommentar Wir müssen uns Diversität nicht nur wünschen, sondern sie einfordern

Vorstände großer Konzerne müssen Vielfalt zur Selbstverständlichkeit machen. Das Beispiel Credit Suisse kann nur der Anfang einer Bewegung sein.
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Noch immer gibt es nicht annähernd genug weibliche Führungskräfte in unserem Land. Quelle: dpa
Managerin bei einer Präsentation

Noch immer gibt es nicht annähernd genug weibliche Führungskräfte in unserem Land.

(Foto: dpa)

Die Credit Suisse befördert zwei neue Frauen in ihren Vorstand – von zwölf Personen in der Geschäftsführung sind damit drei weiblich. Lara Warner sitzt bereits seit 2015 als Compliance-Chefin der Bank in der Geschäftsleitung und wird jetzt die neue Risikochefin.

Ihre bisherige Funktion wird in Zukunft Lydie Hudson übernehmen, sie war bisher als Chief Operating Officer für die Handelseinheit Global Markets zuständig. Und die neue Personalchefin wird Antoinette Poschung

In den vergangenen Jahren hat sich ein teils erfreuliches, teils bizarres Ritual etabliert: Wenn Banken und andere große Konzerne eine Führungsposition mit einer Frau besetzen, reicht das vielen als Grund zur Freude. Aber ist unser Anspruch wirklich so tief gesunken?

Verstehen Sie mich nicht falsch – ich bin der Meinung, dass wir noch weitaus mehr Frauen in Vorständen brauchen. Aber ich finde es bedrückend, dass genau das noch keine Selbstverständlichkeit ist. Wir befinden uns im Jahr 2019 und haben es immer noch nicht geschafft, für Diversität in unseren obersten Führungsetagen zu sorgen.

Auch ich freue mich über Fortschritte wie die Neubesetzung bei Credit Suisse. Aber ich erwarte mehr – mehr von den Unternehmen, aber auch mehr von uns als Gesellschaft. Wir müssen uns Diversität nicht nur wünschen, sondern sie einfordern. Und das bedeutet auch, Entscheidern einen Spiegel vorzuhalten. Es gibt zahlreiche kompetente Frauen, die die Vorstände der männlich dominierten Banken bereichern können.

Eigentlich dürfte das längst kein Thema mehr sein, sondern eine Gegebenheit. Und wenn wir schon dabei sind: Diversität endet nicht mit der Geschlechterfrage. Wirkliche Meinungsvielfalt erreichen wir nur in Teams mit Menschen aus verschiedenen sozialen Hintergründen, Bildungswegen und Kulturen.

Dass sich Vielfalt lohnt, zeigt eine McKinsey-Studie: Unternehmen mit hoher Diversität erzielen eher eine Rendite, die über dem nationalen Branchenmedian liegt.

Mehr: Die Schweizer Credit Suisse befördert zwei Managerinnen – und steigert damit den Frauenanteil in ihrer Chefetage auf ein Viertel. Lesen Sie hier die Gründe dafür, dass Frauen in der Finanzbranche weiter unterrepräsentiert bleiben.

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