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Kommentar Wirecard muss mehr Verantwortung übernehmen

Bei der Kontrolle von Zahlungsströmen geht es auch um grundlegende Veränderungen. Diese müssen an das Wachstum angepasst werden.
1 Kommentar
Wirecard muss mehr Verantwortung übernehmen – ein Kommentar Quelle: AFP/Getty Images
Wirecard

Das Unternehmen hat die internen Strukturen nicht schnell genug ans Wachstum angepasst.

(Foto: AFP/Getty Images)

Beinahe börsentäglich liefert Wirecard eine Meldung über eine Geschäftsbeziehung, ein Produkt oder einen weiteren Teil der Erde, den sich der Zahlungsdienstleister neu erschlossen hat. Meist werden dabei auf Kundenseite bekannte und gänzlich unbescholtene Namen genannt. In dieser Woche war beispielsweise zu lesen, dass die Brauerei Schneider Weiße und der Regensburger Senf-Produzent Händlmaier die Wirecard-Lösung SUPR für ihren Onlineshop nutzen.

Niemals tauchen dagegen schon von Haus aus windig klingende Namen wie Option888 auf. Genau für solche Tradingplattformen, die mit hochspekulativen Börsengeschäften eine sechsstellige Anzahl an Europäern um eine Gesamtsumme von über hundert Millionen Euro betrogen haben sollen, hat Wirecard jedoch ebenfalls Zahlungsverkehr abgewickelt.

Große Summen flossen dabei angeblich in Länder, die nicht dafür bekannt sind, dass Behörden die zahlreich angesiedelten Investmentgesellschaften besonders kritisch bei ihrem Treiben beobachten. Bei Wirecard, wo jeden Tag Millionen an Zahlungsströmen transferiert werden, bestreiten die Verantwortlichen zwar, dass das Unternehmen solche Kunden allzu unkritisch habe gewähren lassen. Stattdessen unterziehe Wirecard alle seine Kunden einer standardisierten Überprüfung.

Ein fader Beigeschmack bleibt jedoch. Weil Wirecard einmal mehr im Verdacht steht, die internen Strukturen nicht schnell genug an das rasante operative Wachstum angepasst zu haben.

Hier tut sich zudem ein weiterer Teil eines zunehmend größeren Gesamtproblems auf. Die Argumentation, lediglich als Dienstleister zu fungieren und seinen Kunden eine Plattform zur Verfügung zu stellen, kennt die Öffentlichkeit inzwischen aus vielen anderen Bereichen der digitalen Welt. Es wäre deshalb an der Zeit zu klären, wie sehr sich Anbieter künftig noch auf diese Position zurückziehen können, ohne haftbar gemacht zu werden.

Mehr: Buchungsfehler oder Animositäten unter Mitarbeitern darf es bei dem Zahlungsdienstleister nicht mehr geben. Lesen Sie hier, wie Wirecard vorgehen sollte.

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1 Kommentar zu "Kommentar: Wirecard muss mehr Verantwortung übernehmen"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • Was für ein wirrer Artikel: Der Pilot, in dessen Flugzeug ein Drogendealer mitgeflogen ist hat ein Problem. Ein völlig einseitiger tendentiöser Artikel mit einer nagativen Connotation nicht etwa gegen die Verbrecher sondern gegen die Bank. Nur eine einzige Bank von vielen wird genannt. Nicht die Kriminellen werden an den Pranger gestellt sondern Wirecard - und klar, natürlich darf in keinem Artikel der Hinweis fehlen, dass vor über 10 Jahren mal Zahlungen für eine Pokerseite abgewickelt wurden. WIE KLEIN IST DAS KARO HIER EINGENTLICH??
    Oder geht es doch nur darum so berühmt zu werden wie der Betrüger McCrum und der FT nachzueifern. Irgendwie muss es doch zu schaffen sein auch so cool zu sein wie die von der FT und mal eine Milliard auszuknipsen. Oder haben die kriminellen Shortseller jetzt mit dem HB angebandelt, weil die Handlanger von der FT erstmal die Strafanzeigen zählen müssen, bevor sie sich wieder Geschichten ausdenken können, die sich ja bis jetzt allesamt als sachlich falsch oder irrelevant erwiesen haben. Naja ich gönne es Ihnen auch mal ein paar Euro nebenbei zu verdienen - schön inszeniert über das lange Wochenende: Kein Shortseller hätte den Zeitpunk für die Veröffentlichung von diesem Trash besser bestimmen können. Sie verstehen Ihr Handwerk - Respekt! Ich bin sicher es gab gute Tips von der Seitenlinie ;-)

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