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Kommentar X-Pay ist die letzte Chance für den Zahlungsverkehr der deutschen Banken

Der geplante Neustart für die Zahlungsangebote der deutschen Geldhäuser ist notwendig. Doch Banken und Sparkassen müssen bedenken: die Zeit drängt.
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Bisher laufen vier verschiedene Bezahlarten parallel, und sie finden teils wenig Zuspruch. Quelle: Imago
Mobiles Bezahlen

Bisher laufen vier verschiedene Bezahlarten parallel, und sie finden teils wenig Zuspruch.

(Foto: Imago)

Die deutschen Banken und Sparkassen basteln daran, ihre Bezahlangebote zu bündeln – und zwar in einem neuen Zahlsystem. „X-Pay“ lautet der Arbeitstitel des Projekts. Das ist eine gute Idee. Ein Erfolg kann X-Pay aber nur unter zwei Bedingungen werden: Die Geldhäuser müssen Tempo machen beim Aufbau von, mehrere Jahre dürfen bis zum Start eines neuen Bezahlsystems nicht vergehen. Und sie müssen viel investieren, wahrscheinlich mehrere 100 Millionen Euro.

Die schwierige Ausgangslage: Bisher laufen vier verschiedene Bezahlarten nebeneinander her, und sie finden teils wenig Zuspruch. Das mit hohen Erwartungen gestartete gemeinsame Onlinebezahlverfahren Paydirekt, das dem US-Bezahldienste Paypal Paroli bieten sollte, hat sich enttäuschend entwickelt. Giropay, das zweite Onlinebezahlverfahren deutscher Geldhäuser, führt ebenfalls ein Nischendasein.

Mit dem Handy-zu-Handy-Zahlverfahren „Kwitt“ wiederum können sich nur Kunden der Sparkassen und Genossenschaftsbanken gegenseitig Geld schicken. Die „EC-Karte“, die heute offiziell Girocard heißt, gilt mit mehr als 100 Millionen Karten als das populärste Zahlungsverfahren der deutschen Kreditwirtschaft. Doch die EC-Karte lässt sich nicht bei Online-Einkäufen nutzen.

Das alles technisch zusammenzuführen ist sinnvoll, möglichst mit einer Marke. Die deutschen Geldhäuser sollten viel daransetzen, sich einen Teil der Erträge im Zahlungsverkehr zu sichern. Es ist eine Wachstumsbranche, weil Verbraucher immer weniger mit Bargeld und immer mehr per Bank- oder Kreditkarte oder auch per Smartphone bezahlen. Das gilt umso mehr, weil Banken und Sparkassen angesichts der Null- und Negativzinsen im Kredit- und Einlagengeschäft zusehends weniger verdienen werden.

Dabei drängt die Zeit. Mit Apple Pay und Google Pay kommen neue Spieler auch auf den deutschen Markt. Klar ist, dass X-Pay solchen Spielern nur begegnen kann, wenn die Banken bereit sind, hohe Summen bereitzustellen.

Mehr: Paydirekt vor dem Aus: Deutsche Banken wollen Zahlungssysteme zusammenlegen.

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