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Kommentar Zahlungen selbst abzuwickeln kann sich lohnen

Die DZ Bank will den Zahlungsverkehr wieder ins Haus holen. Das ist ein mutiger Schritt, der die Handlungsfähigkeit des Instituts erhöhen könnte.
19.02.2020 - 16:26 Uhr Kommentieren
Innovationen im Zahlungsverkehr erfordern, dass Banken beständig investieren. Quelle: E+/Getty Images
Bezahlen per Smartphone

Innovationen im Zahlungsverkehr erfordern, dass Banken beständig investieren.

(Foto: E+/Getty Images)

Frankfurt Der Zahlungsverkehr gehört eigentlich zum Kern einer Bank. Schließlich haben alle Kunden – Privatkunden wie Firmen – Zahlungsverpflichtungen, und alle erhalten Geld. Dennoch: Viele Geldhäuser lagern die Abwicklung des Zahlungsverkehrs aus.

Die DZ Bank geht nun just in die andere Richtung. Sie will die Abwicklung von Zahlungen wieder ins eigene Haus holen. Bisher hat sie das an den Dienstleister Equens-Worldline ausgelagert, der auch einige andere deutsche Geldhäuser bedient.

Die DZ Bank, die auch Zentralbank der rund 800 Volks- und Raiffeisenbanken ist, peilt zudem auch an, zu investieren. Eine eigene Plattform für Zahlungsabwicklungen soll entstehen.

Der Schritt der DZ Bank ist mutig. Denn die Zahlungsabwicklung ist ein Massengeschäft und erfordert doch beständig Investitionen, weil es gerade im Zahlungsverkehr viele Innovationen gibt. So dürften sich Echtzeitzahlungen nach und nach durchsetzen. Auch das mobile Bezahlen per Smartphone, das in Deutschland noch ganz am Anfang steht, wird wahrscheinlich irgendwann populär.

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    Gerade weil der Zahlungsverkehr ein Standardgeschäft ist, lagern etliche Banken diese Dienstleistung teils oder komplett aus. Der Gedanke dahinter: Wenn Spezialisten die Abwicklung für viele Kunden übernehmen, ist es effizienter, die Kosten sinken. Das ist wichtig, weil die Geldhäuser in Zeiten von Negativzinsen um ihre Erträge fürchten. Hinzu kommt, dass sich mit Zahlungsaufträgen wenig verdienen lässt. Schließlich berappen deutsche Bankkunden für Überweisungen in der Regel keine extra Gebühr.

    Doch mit der Auslagerung der Zahlungsabwicklungen geben die Kreditinstitute auch etwas aus der Hand: einen Teil des direkten Kundenzugangs und die Hoheit darüber, wann sie welche Neuheiten anbieten. Auch in anderer Hinsicht wächst die Abhängigkeit: Passieren Pannen im Zahlungsverkehr, sind betroffene Banken darauf angewiesen, dass ihre Dienstleister das Problem auch rasch in den Griff bekommen.

    Zudem sollte ein anderer Zweig des Zahlungsverkehrs den deutschen Banken eine Warnung sein. Als Dienstleister für digitale Zahlungen im Handel spielen sie kaum eine Rolle mehr. Ihren gemeinsamen Zahlungsdienstleister Concardis haben sie vor drei Jahren verkauft. Ihr gemeinsamer Online-Bezahldienst Paydirekt, der dem US-Wettbewerber Paypal Paroli bieten sollte, führt ein Nischendasein.

    Dabei boomt dieses Geschäft, weil Verbraucher an der Ladenkasse immer weniger bar und immer mehr per Karte bezahlen, was auch das deutliche Plus bei der Nutzung der EC-Karte, heute offiziell „Girocard“, zeigt. Die Zahl der Girocard-Transaktionen ist im vergangenen Jahr um rund 20 Prozent gewachsen. Zudem wächst das Online-Shopping rasant. Die Erträge in diesem Geschäft wachsen, die deutschen Banken haben davon wenig.

    Mehr: Die Deutsche Bank verliert ein Mandat im Zahlungsverkehr.

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