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Kommentar Zerschlagung light: Der Umbau ist nur ein Teil der Lösung für T-Systems

Für einen Erfolg darf T-Systems nicht nur sparen, sondern muss auch neues Wachstum generieren. Das sollte nun der Fokus des Managements sein.
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Der einstige Koloss T-Systems wird künftig auf die Größe eines Zwergs geschrumpft. Quelle: Deutsche Telekom AG
Cloud-Computing Rechenzentrum der T-Systems

Der einstige Koloss T-Systems wird künftig auf die Größe eines Zwergs geschrumpft.

(Foto: Deutsche Telekom AG)

Zwei Jahrzehnte lang hatte die Deutsche Telekom einen Traum. Mit der Großkundentochter T-Systems wollte sie durch Dienste für globale Konzerne lukrative Einnahmen generieren. Doch faktisch entpuppte sich das Vorhaben als Albtraum. Verkrustete Strukturen und ein harter Markt machten T-Systems zu einem Problem. Jahr für Jahr fuhr die Tochtergesellschaft Verluste ein.

Jetzt geht der neue T-Systems-Chef Adel Al-Saleh radikal vor. Er stößt die Telekommunikationsdienste an die Deutschlandtochter der Telekom ab. Damit verzichtet er auf rund ein Drittel seines Geschäfts und viele Mitarbeiter. Und er leitet quasi eine Zerteilung von T-Systems ein. Der Umbau dürfte damit aber noch nicht abgeschlossen sein.

Zu T-Systems gehören weiterhin die klassischen IT-Dienste, wie etwa die Wartung von Computern bei Großkonzernen. Der Bereich bringt zwar Umsatz, ist aber nicht lukrativ. Al-Saleh hat unumwunden zugegeben, dass er ihn loswerden will.
Letztlich wird sich T-Systems damit auf einen Kernbereich konzentrieren, den Al-Saleh als Wachstumsmarkt definiert. Dazu gehören Themen wie IT-Sicherheit, Cloud-Dienste oder die vernetzte Produktion. Der einstige Koloss T-Systems wird damit künftig auf die Größe eines Zwergs geschrumpft. Wenn Al-Salehs Plan aufgeht, wird es zumindest ein schlagfähiger Zwerg sein, der lukrative Aufträge für die Telekom gewinnen kann.

Doch dafür fehlt ihm bislang noch ein entscheidender Faktor: neues Wachstum. Alle harten Umbaupläne können nur erfolgreich sein, wenn T-Systems nicht nur Kosten reduziert, sondern auch lukratives Neugeschäft gewinnt. Sonst droht eine Abwärtsspirale.
Es ist richtig, dass Al-Saleh radikal vorgeht. Es spricht für ihn, dass er nicht krampfhaft an Umsatz und Mitarbeitern festhält, sondern auch bereit ist, Einfluss abzugeben.

Für einen Erfolg reicht das aber noch nicht aus. Erst wenn er Kunden von der Qualität der T-Systems-Produkte überzeugt, ist sein Projekt geglückt.

Mehr: Seit Jahren ist die defizitäre Großkundentochter T-Systems das Sorgenkind der Telekom. Jetzt plant der Konzern einen tief greifenden Umbau – das könnte der Beginn der Zerschlagung sein.

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