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Kommentar Zetsches Sparpläne für Daimler sind zu vage

Der Gewinn von Daimler erodiert. Der Mercedes-Hersteller stellt ein Sparprogramm in Aussicht, nennt allerdings keine konkreten Effizienzziele.
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Der Daimler-Chef stellt das Sparen zwar als Ziel auf, nennt aber wenig Konkretes. Quelle: dpa
Dieter Zetsche

Der Daimler-Chef stellt das Sparen zwar als Ziel auf, nennt aber wenig Konkretes.

(Foto: dpa)

Die letzte Bilanz von Daimler-Langzeitchef Dieter Zetsche fällt bescheiden aus. Der Gewinn des Mercedes-Herstellers erodiert.

Im vergangenen Jahr verdiente der Autobauer trotz Rekordabsatz und gestiegenem Umsatz um fast ein Drittel weniger als 2017.

Obwohl die Dividende um elf Prozent auf 3,25 Euro pro Aktie gekürzt werden soll, ist der Konzern nicht in der Lage, die Ausschüttung aus dem Free Cashflow zu finanzieren.

Daimler selbst spricht von einem schwierigen Jahr und verkündet, „Maßnahmen“ zur Steigerung der Effizienz einzuleiten. Zetsche stellt damit ein Sparprogramm in Aussicht, vollzieht aber das kommunikative Kunststück, alle Nachfragen mit Bitte um Konkretisierung galant zu umkurven.

Solange die Effizienzziele nicht endgültig feststünden, mache es nun mal keinen Sinn, darüber zu reden, so der Ingenieur mit dem markanten Schnauzbart.

So schafft man kein Vertrauen, sondern stiftet Verunsicherung und Verwirrung bei Anlegern und Mitarbeitern. Die Aktie des Konzerns gab folgerichtig am Mittwoch zwischenzeitlich um mehr als drei Prozent nach.

In der Belegschaft, die im vergangenen Jahr auf fast 300.000 Beschäftigte weltweit angewachsen ist, herrscht die Sorge, dass Einbußen auf sie zukommen. Ob zu Recht oder zu Unrecht, das lässt Zetsche offen.

Der scheidende Chef des Konzerns sieht offensichtlich keinen Grund zur Eile. Die Investoren werden auf das Jahr 2021 vertröstet. Erst dann wolle man in der Autosparte Mercedes-Benz-Cars wieder die angestrebte Rendite von mehr als acht Prozent erreichen.

Wie das gelingen soll, sagt er nicht. Sicher ist hingegen: Vom eigenen Anspruch („Das Beste oder nichts“) ist Daimler aktuell weit entfernt. Zetsche hinterlässt seinem designierten Nachfolger, dem Entwicklungsvorstand Ola Källenius, ein schweres Erbe.

Spätestens zu seinem Dienstantritt Ende Mai muss der 1,95 Meter große Blondschopf Källenius das tun, was sein Mentor gerade so konsequent verweigert: klare Ansage machen.

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