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Kommentar Zinslos, aber nicht sinnlos – Warum der Weltspartag wichtig ist

Der Weltspartag am 30. Oktober ist eine Mahnung, sein Geld vernünftig anzulegen. Den passenden Anlagemix zu finden, ist leichter als es oft aussieht.
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1925 wurde der Weltspartag das erste Mal organisiert. Quelle: dpa
Weltspartag

1925 wurde der Weltspartag das erste Mal organisiert.

(Foto: dpa)

Der Weltspartag wirkt in einer Welt ohne Zinsen angestaubt. Es mutet seltsam an, mit Sparschweinen und Stofftieren dafür zu werben, sein Geld aufs Konto zu legen, wenn das nichts mehr einbringt. Angesichts anhaltender rekordtiefer Zinsen kann es für immer mehr private Sparer sogar Geld kosten, etwas auf die hohe Kante zu legen. Hat der historische Tag Ende Oktober nach 94 Jahren also ausgedient?

1925 wurde der Weltspartag das erste Mal organisiert, nachdem das Weltinstitut der Sparkassen ihn auf seinem ersten internationalen Kongress in Mailand aus der Taufe gehoben hatte. Inzwischen machen sich offenbar Ermüdungserscheinungen breit.

Gerade mal vier Prozent der Deutschen planen an dem Tag, bei einer Bank oder Sparkasse vorbeizugehen. Das ergab eine repräsentative Onlineumfrage der Marktforscher von Yougov und Sinus unter gut 2000 Erwachsenen in Deutschland. Gleichwohl schätzen die Deutschen den Tag: Knapp zwei Drittel von ihnen betonen, der Weltspartag sei nach wie vor wichtig, um Kindern die Bedeutung des Sparens beizubringen.

Und der Tag weckt offenbar Nostalgie: Sechs von zehn Deutschen wünschen sich, der Weltspartag hätte wieder eine so große Bedeutung wie in ihrer Kindheit. Dazu passt, dass die privaten Haushalte im Land knapp vierzig Prozent ihres freien Finanzvermögens auf Konten und Sparbücher liegen lassen – das sind satte 2,5 Billionen Euro.

Allerdings hat alle Nostalgie offenbar Grenzen: Verlangten Banken und Sparkassen tatsächlich in der Breite Strafzinsen auf Spargeld, würden gut drei Viertel von ihnen ihr Geld eher in die Matratze stopfen, als es bei der Bank liegen zu lassen. 

Seinen Sinn behält der historische Tag aber unabhängig von der Höhe des Zinses für Erspartes: Jeder sollte ihn als Erinnerung betrachten, regelmäßig etwas zurückzulegen, um sich für schwierige Zeiten zu wappnen.

Den persönlich passenden Anlagemix zu finden ist dabei leichter, als es oft aussieht: Für jemanden, der langfristig Kapital bilden will, ist die Beteiligung an internationalem Produktivvermögen über einen Fonds mit Aktien ein wichtiger Baustein. Je nach Geschmack, Zeithorizont und Risikoempfinden gehören andere große Anlageklassen dazu. Als Puffer für Schwankungen am Aktienmarkt können etwa Immobilien und andere alternative Anlagen dienen. Anleihen bergen im Zinstief dagegen vor allem ein Verlustrisiko.

Immerhin ist der Umfrage zufolge knapp die Hälfte der Deutschen bereit, sich mit Alternativen zum Sparbuch zu befassen. Nähmen sie den Weltspartag als Anlass, dies in die Tat umsetzen, wäre der historische Tag aktueller denn je.

Mehr: Die Deutschen entdecken die Aktie: Das ist ein zentrales Ergebnis des Vermögensbarometers der Sparkassen-Finanzgruppe. Immobilien sinken in der Gunst.

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