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Kommentar zu ARD/ZDF Mehr Bürgernähe wagen

Der öffentlich-rechtliche Rundfunk braucht ein neues Selbstverständnis, um die Gebührenzahler wieder überzeugen zu können. Zu lange haben die Anstalten die direkte Auseinandersetzung mit den Bürgern gescheut.
Die öffentlich-rechtlichen Sender wollen bei den Gebühren einen Teuerungsausgleich verlangen. Quelle: dpa
Rundfunkbeitrag

Die öffentlich-rechtlichen Sender wollen bei den Gebühren einen Teuerungsausgleich verlangen.

(Foto: dpa)

Als neuer ARD-Vorsitzender hat Ulrich Wilhelm einen Höllenjob. Denn der Intendant des Bayerischen Rundfunks muss als Moderator für die heterogenen Anstalten mit den 16 Bundesländern einen Kompromiss für die Rundfunkgebühr ab dem Jahr 2021 aushandeln. Der frühere Sprecher von Bundeskanzlerin Angela Merkel ist zweifellos ein geschickter Verhandlungsführer. Doch ob seine Talente als zielorientierter Pragmatiker ausreichen werden, um den von der ARD angestrebten Inflationsausgleich durchsetzen zu können, steht in den Sternen. Denn der Widerstand in den Ländern wächst, die derzeit 21 Fernsehsender und 66 Radios in Zukunft mit deutlich mehr als acht Milliarden Euro vom Bürger finanzieren zu lassen.

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