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Kommentar zu Martin Schulz Amt oder Erneuerung – beides geht nicht

Martin Schulz sollte nicht Minister werden. Nicht, weil er es mal versprach, sondern zum Wohl der SPD: Nur so kann er die Union frei attackieren, das Partei-Profil schärfen und sich der versprochenen Reform widmen.
Den Mitgliedern reinen Wein einschenken. Quelle: dpa
SPD-Vorsitzender Martin Schulz

Den Mitgliedern reinen Wein einschenken.

(Foto: dpa)

Am 25. September 2017 versprach Martin Schulz: „In eine Regierung von Angela Merkel werde ich nicht eintreten.“ Vier Monate später sieht alles danach aus, als ob Schulz doch Minister unter Merkel werden will.

Damit würde Schulz einen großen Fehler begehen. Gar nicht mal, weil er sein Versprechen von damals brechen würde. Die Wende könnte er mit der neuen politischen Lage halbwegs erklären. Nein, schwerer wiegen würde ein anderer Wortbruch, der mit einem Wechsel von Schulz ins Kabinett einherginge: das Versprechen, die SPD zu erneuern.

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