Kommentar zum Arcandor-Prozess Warnschuss für Aufsichtsräte

Der Arcandor-Prozess ist gescheitert. Doch seine Botschaft bleibt: Wir brauchen nachvollziehbare Regeln für die Managervergütung. Das Strafrecht ist dafür nicht das geeignete Mittel. Ein Kommentar.
In den Chefetagen dürfte das schnelle Ende des Prozesses gegen den Ex-Arcandor-Chef für Erleichterung sorgen Quelle: dpa
Thomas Middelhoff

In den Chefetagen dürfte das schnelle Ende des Prozesses gegen den Ex-Arcandor-Chef für Erleichterung sorgen

(Foto: dpa)

Für die Staatsanwaltschaft Bochum ist es eine schwere Schlappe. Nach jahrelangen Ermittlungen und einer in Teilen schon im Vorfeld gescheiterten Anklage wird das Gericht den Arcandor-Prozess nun endgültig beenden. Das Verfahren gegen den ehemaligen Arcandor-Boss Thomas Middelhoff stellte das Landgericht Essen am Mittwoch ein. Die Staatsanwaltschaft hatte ihm vorgeworfen, die Aufsichtsräte des Unternehmens zur Untreue angestiftet zu haben: Unter dem Druck Middelhoffs hätten sie ihm noch kurz vor der Pleite des früheren Karstadt-Mutterkonzerns eine Erfolgsprämie von 2,3 Millionen Euro zugestanden.

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