IG Metall macht mobil

Vieles spricht dafür, dass die Gewerkschaft den Konflikt bewusst eskalieren ließ, um 24-Stunden-Streiks in der Praxis auszuprobieren.

(Foto: dpa)

Kommentar zum IG-Metall-Tarifstreit An der Grenze zur Erpressung

Der Tarifkonflikt der Metaller zeigt die Machtlosigkeit der Arbeitgeber. Die Gewerkschaft sitzt am längeren Heben. Doch sie sollte sie sich genau überlegen, wie weit sie ihren Erpressungsversuch treiben will.

Erinnert sich noch jemand an die Aussperrung? Richtig, jenes Arbeitskampfinstrument, mit dem Arbeitgeber einem Streik Paroli bieten können. Unternehmer lassen auch arbeitswillige Beschäftigte nicht ans Band oder ins Büro und zahlen kein Gehalt, um die Streikkosten für die Gewerkschaft in die Höhe zu treiben. Wenn man wissen will, wann dieses Instrument zum letzten Mal in größerem Stil zum Einsatz kam, muss man in der Tarifhistorie schon bis zur Mitte der 1980er-Jahre zurückgehen.

 
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