Kommentar zur 5G-Frequenzauktion Im Bann der Politik

Deutschland braucht ein 5G-Netz, damit Unternehmen auch zukünftig im internationalen Wettbewerb mithalten können. Doch der Ausbau des nächsten Mobilfunkstandards droht zum Spielball der Politik zu werden.
Union und SPD haben sich in den Sondierungsgesprächen darauf geeinigt, dass es bis 2025 ein flächendeckendes Gigabit-Netz in Deutschland geben soll – finanziert werden sollen die Investitionen von den Einnahmen aus der 5G-Frequenzauktion. Quelle: dpa
Glasfaserkabel

Union und SPD haben sich in den Sondierungsgesprächen darauf geeinigt, dass es bis 2025 ein flächendeckendes Gigabit-Netz in Deutschland geben soll – finanziert werden sollen die Investitionen von den Einnahmen aus der 5G-Frequenzauktion.

(Foto: dpa)

Politiker monieren landaus, landein die schlechte Anbindung an das schnelle Internet in Deutschland. In anderen Ländern Europas hätten es Telekommunikationsanbieter in kürzerer Zeit geschafft, ein fast flächendeckendes Glasfasernetz aufzubauen, bemängeln sie und formulieren gleich schon einmal ein Versprechen: Bis 2025 soll es in Deutschland ein flächendeckendes Gigabit-Netz geben. So steht es zumindest im Sondierungspapier von Union und SPD.
Ein solches Ziel ist politisch attraktiv, es klingt nach Digitalisierung, nach Aufbruch, nach Zukunft. Dem Versprechen verleihen die Politiker Nachdruck, indem sie hinterherschieben: Wir investieren auch! Zehn bis zwölf Milliarden Euro sollen in dieser Legislaturperiode in den Ausbau fließen.

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