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Weit mehr als hundert Vertreter aus Kunst, Medien, Wirtschaft, Wissenschaft und Politik haben sich für die Aktion „Mein Kopf gehört mir“ zu Wort gemeldet. Hier Statements von Verbandsvertretern.

Kommentare

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  • http://www.ted.com/talks/larry_lessig_says_the_law_is_strangling_creativity.html

  • Geistiges Eigentum und Piraten:
    Erst mal lesen, was die Piraten (Bundepartei) dazu sagen:
    (http://wiki.piratenpartei.de/Geistiges_Eigentum)
    Geistiges Eigentum
    Aus Piratenwiki
    „Geistiges Eigentum“ (engl.: Intellectual Property) ist ein unscharfer Sammelbegriff diverser Schutzrechte, deren Gemeinsamkeit der Schutz immaterieller Dinge ist. Die Formulierung wird besonders gerne von den Lobbyisten der Verwertungsindustrie verwendet, sehr gerne auch mit dem Verweis auf das „natürliche“ Eigentumsrecht der Urheber (an dem sie sich selbst so gerne laben).

    Der Begriff sollte von Piraten nicht verwendet werden, denn er suggeriert eine Äquivalenz zu „normalem“ Eigentum, jedoch ähneln Schutzrechte an Ideen eher Monopol- und Kontrollrechten.

    Der rechtlich korrekte Begriff ist Immaterialgüterrechte. Auch dieser umfasst allerdings mehrere völlig unterschiedliche Konzepte und könnte zu der Auffassung führen, dass diese alle gleich zu behandeln sind. Eine aus Piratensicht geeignetere Bezeichnung ist geistige Monopolrechte oder ironisch: imaginäres Eigentum.

    mfg
    Robert Pirat aus Hamburg

  • Die Debatte zwischen "free and open source" ist eine Debatte rund um die Gesellschaft, in der wir langfristig leben wollen - und nicht vorwiegend eine Debatte um Urheberrechte. Es geht um die Frage von freiem Saatgut, die Patentierbarkeit von Lebewesen - und letztlich auch Menschen, den freien Zugang zu Medikamenten (wer erinnert sich nicht an Südafrika und Indien, denen die Pharmakonzerne die Produktion von Generika untersagten und damit Menscheleben bedrohten) und ähnliche Themen - nicht darum, ob der nächste Kommerzhit nicht nur 10 Mal auf unterschiedlichen Ebenen verwertet wird, sondern auch von ein paar Kids heruntergeladen wird.

    Im Namen des "Schutzes der Autoren" werden so schon seit Jahren Gesetze erlassen und Entscheidungen getroffen, die die rechtsstaatliche Balance massiv gefährden.

    Schutzrechte sollen Autoren (ich sage bewußt nicht Rechteverwertern) ermöglichen, von ihrer Arbeit zumindest teilweise zu leben. Hier muß der Schutz gewährleistet sein. Das Urheberrecht gewährt in diesem Sinn sowieso schon weitaus mehr Rechte - bis zu 70 bzw. 90 Jahre NACH dem Tod des Autors.

    Wenn wir die Urheberrechte konsequent umsetzen, dürften wir auch nicht Kafka in der Schule lesen. Er selber wollte, daß sie verbrannt werden - und so hätten sie nie in die Public Domain kommen können - ein Schicksal, daß insbesondere kopiergeschützte Werke in Zukunft erleiden werden. Damit nützen "harte Regelungen" aufbauend auf einem Eigentums- und Rechtsverständnis, daß nicht an die digitale Realität angepasst ist, niemanden, weil sie ins Leere greifen.

    So kann ich auch nur darauf hinweisen, dass jeder kleine "Sieg" zu strengeren Kontrollen und Regelungen so große Kollateralschäden mit sich bringt. Gerade die kleinen und mittleren Unternehmer werden so für Gesetze streiten, die multinationale Konzerne gegen sie so ausnutzen werden - und die ihre Existenz weit mehr bedrohen als eine Einigung und ein Dialog mit den Downloadern.

    -gh

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