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Mischkonzern Die Nagelprobe für Siemens steht noch aus

Mit der Konzentration auf Megatrends wie Gesundheit fährt der Mischkonzern Siemens gut. Die Konkurrenz leidet deutlich stärker als das deutsche Traditionsunternehmen. Aber wie robust Siemens in der Krise tatsächlich ist, wird sich erst noch zeigen.
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Solche Probleme hätten andere derzeit gern. Um acht Prozent sind die Aufträge bei Siemens im ersten Quartal eingebrochen. Für den in den vergangenen Jahren wachstumsverwöhnten Konzern ist das zwar ein Rückschlag. Doch die Konkurrenz hat in den vergangenen Monaten deutlich stärker gelitten. Und einen operativen Rekordgewinn in Aussicht zu stellen, das wagt in diesen Zeiten fast niemand mehr. Die Konzentration auf Megatrends wie Gesundheit und Energie scheint sich auch in der Krise zu bewähren.

Die Nagelprobe aber, wie robust der neue Siemens-Konzern wirklich ist, sie steht noch aus. Denn Siemens ist, ein traditioneller Spätzykliker. Noch profitiert der Konzern von seinen prall gefüllten Auftragsbüchern. Während anderswo Kurzarbeit regiert, kann Siemens die Orders der Vergangenheit abarbeiten. Doch schon bald werden sich die rückläufigen Auftragseingänge auch im Umsatz zeigen. Wenn dann irgendwann der Aufschwung kommt, dann wird Siemens erst mit Verzögerung folgen. Denn Spätzykliker, das heißt, dass es später bergab, aber auch später bergauf geht.

Für Siemens ist daher von entscheidender Bedeutung, wie lange das Tal der Rezession diesmal ist. Wenn es, wie von der Bundesregierung erhofft, schon Mitte des Jahres aufwärts geht, wird die Konjunkturkrise bei Siemens allenfalls leichte Blessuren hinterlassen. Eine lange Krise aber wird auch Deutschlands Traditionskonzern erschüttern.

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