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Nahost-Konflikt Kommentar: Die anderen Vorzeichen

  • Ewald Stein

Seit dem Tod Jassir Arafats im November haben sich die Koordinaten des israelisch-palästinensischen Konflikts in rasendem Tempo verschoben - in positive Richtung. Der Gipfel zwischen Israels Premier Scharon und Palästinenserchef Abbas in Scharm el Scheich stützt diese These. Nun markierte der ägyptische Badeort ebenso wie Madrid, Oslo oder Camp David schon einmal eine Etappe im nahöstlichen Prozess, an dessen Ende Frieden stehen sollte.

Doch stets mangelte es an Kondition. Auch heute ist das Ziel noch fern. Doch in Ramallah operiert jetzt ein Pragmatiker - zu dem sich übrigens auch Scharon gewandelt hat. Beide wissen: Eine Strategie des Alles oder Nichts muss zwangsläufig ins Leere laufen - wie schon so oft. Also werden kleine Schritte geprobt: Scharon lässt wie versprochen den Gazastreifen räumen, Abbas bringt resolut die Extremisten zur Raison. Dies könnte eine Plattform bilden, auf die später die heikelsten Themen Flüchtlinge, Jerusalem und Westbank gehoben werden. Klar, es wird erneut die Vokabel Geduld strapaziert. Aber unter anderem Vorzeichen.

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