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Nasa-Raketenunfall Kein Platz für Raumfahrt-Nostalgie

Der Raketenunfall von Wallops Island ist Wasser auf die Mühlen der Kritiker, die der Nasa ihre verstärkte Zusammenarbeit mit privaten Raumfahrtunternehmen vorhalten. Doch die Nasa-Strategie hat sich durchaus bewährt.
29.10.2014 - 13:35 Uhr Kommentieren
Thomas Trösch ist Technologie-Redakteur von Handelsblatt Online. Quelle: Pablo Castagnola

Thomas Trösch ist Technologie-Redakteur von Handelsblatt Online.

(Foto: Pablo Castagnola)

Das Hilfsangebot aus Russland kam schnell – und es dürfte den Verantwortlichen der US-Weltraumbehörde in den Ohren geklungen haben. Sollte die Nasa darum bitten, könne Russland den durch die Explosion einer US-Rakete ausgefallenen Versorgungsflug zur Raumstation ISS sofort übernehmen, so Alexej Krasnow, Chef des bemannten Raumflugprogramms bei der russischen Raumfahrtbehörde Roskosmos.

Dabei hatte sich die Nasa durch ihr Konzept der Zusammenarbeit mit Unternehmen wie Orbital Sciences, dem Hersteller der explodierten Rakete und des bei der Explosion zerstörten Raumtransporters „Cygnus“, doch eigentlich aus der Abhängigkeit von russischen Raumschiffen befreien wollen, in die sie nach dem Ende der Spaceshuttle-Ära geraten war.

Dass Russland fast zum selben Zeitpunkt, als das US-Raumschiff in einem Feuerball verglühte, erfolgreich einen unbemannten Transporter auf den Weg zur ISS brachte, lässt den 200-Millionen-Dollar-Fehlschlag von Wallops Island nur in umso grellerem Licht aufscheinen. Trotzdem sollten Kritiker nun nicht sofort den Stab über die der Nasa von US-Präsident Barack Obama verordnete Strategie einer verstärkten Zusammenarbeit mit privaten Raumfahrtunternehmen brechen. Trotz des Rückschlags vergangene Nacht war das Konzept bislang nämlich durchaus erfolgreich.

So hat das kalifornische Unternehmen SpaceX des Tesla-Gründers Elon Musk alle bisher im Rahmen eines 1,6-Milliarden-Dollar-Vertrages mit der Nasa zugesicherten Versorgungsflüge zur ISS problemlos verwirklicht: Vier Mal startete der SpaceX-Transporter „Dragon“ bereits zur Raumstation, vier weitere Flüge sind für Ende des Jahres beziehungsweise 2015 geplant. Und auch der „Cygnus“-Hersteller Orbital Sciences hatte vor dem Unglück vergangene Nacht bereits zwei Versorgungsflüge zur ISS ohne Zwischenfall realisiert.

Die Zeit der Space-Saurier ist definitiv vorbei
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