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Regelmäßig wird sie beklagt, die Technikferne der Deutschen. Wirtschaft und Wissenschaft weisen dann darauf hin, dass sie mit Websites, Broschüren und Infotainment-Events alles tun, um Technik zu erklären.
  • Joachim Klewes
Joachim Klewes

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Aber genau da liegt das Problem, das zu Kommunikationskatastrophen von Kernenergie bis Biotech beigetragen hat. Denn geballte Fachinformationen vermitteln nicht, was am wichtigsten ist: die Faszination der Technik. "Willst Du ein Schiff bauen", schrieb einst der Schriftsteller und Pilot Antoine de Saint-Exupéry, "lehre die Menschen die Sehnsucht nach dem großen weiten Meer." In Deutschland würde der Rat wohl lauten: Drücke jemandem eine Broschüre über den Auftrieb in die Hand.

Ist das nächste Akzeptanzdesaster also unvermeidlich? Nein - die Rezeptur zur gesellschaftlichen Einführung einer neuen Technik ist bekannt. Man nehme solide Fachinformationen als Basis, füge intensive Dialoge mit Nichtregierungsorganisationen und Kritikergruppen hinzu und runde mit dem Wichtigsten ab: emotionalisierende, breitenwirksame Kommunikation. Und wer Sachkenntnis mit Begeisterung verbinden will, darf nicht nur TV-Spots schalten, sondern muss das gesamte Instrumentarium moderner Kommunikation zum Einsatz bringen. Das ist die einzige Chance, die nächste technische Revolution in unserer Gesellschaft zu verankern - nicht als ungeliebte Notwendigkeit, sondern als faszinierende Chance.

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