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Navigator Grimme läuft in Abseitsfalle

Einst galten die Fernsehpreise des Adolf-Grimme-Instituts als Juwel für das Schöne, Gute und Wahre im Fernsehgeschäft. Grimme-Chef Bernd Gäbler war vor vier Jahren angetreten, um den Fernsehpreis von seinem Ruf zu befreien, nur Öffentlich-Rechtliches auszuzeichnen. Doch Ende Januar hatte der selbst ernannte Erneuerer Gäbler entnervt aufgegeben. Ist damit der Streit zwischen Reformern und Traditionalisten endgültig entschieden?

HB DÜSSELDORF. Die Bekanntgabe der 31 Grimme-Preisträger gibt darauf indirekt eine Antwort: 21 Jahre nach Einführung des privaten Fernsehens in Deutschland werden abgesehen von einer einzigen Ausnahme - TV-Produzent und Entertainer Stefan Raab - nur öffentlich-rechtliche Sender mit Auszeichnungen bedacht.

Die private Konkurrenz wie RTL, Sat 1, Pro Sieben oder Super RTL guckt weitgehend in die Röhre. Dabei hat es an innovativen Fernsehformaten bei den Privaten trotz knapper Produktionsbudgets nicht gemangelt. Kultprogramme wie "Stromberg" auf Pro Sieben oder "Schillerstraße" auf Sat 1 hätten eine Auszeichnung durchaus verdient.

Auch wenn die Jury in schöner Regelmäßigkeit ihre Unabhängigkeit betont, macht man sich bei den Privaten über die Preis-Vergabepraxis bei Grimme längst keine Illusionen mehr - schließlich sind WDR und ZDF mit zusammen knapp einem Viertel der Anteile am Institut im nordrhein-westfälischen Marl direkt beteiligt.

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