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Navigator Lola rennt zu langsam

Die deutsche Kino- und Filmwirtschaft schwärmt von einem "Super-Jahr" und konstatiert bei einem Zuschauer-Plus von knapp 24 Prozent "begründete Aufbruchstimmung".
  • Martin Fabel

Der von der Berlinale ausgehende Optimismus ist gut für das Selbstbewusstsein der deutschen Filmindustrie. Doch während sie im Rennen um Marktanteile gegen die internationalen Größen an Boden gewinnt, darf man nicht vergessen, dass sich die Branche längst in einem viel ungleicheren Wettlauf befindet: Illegale Tauschbörsen für Videos, die im Zuge der rasanten Verbreitung von Breitbandzugängen ins Internet auch hier zu Lande immer mehr Fans gewinnen, wachsen zur ernsthaften Konkurrenz heran.

Statt sich in erster Linie auf schärfere Gesetze zu konzentrieren, täte die Filmindustrie besser daran, möglichst schnell eigene wettbewerbsfähige Download-Börsen aufzubauen. Wie die Industrie dem Hang des Konsumenten zur "kostenlosen" Mediennutzung begegnen kann, macht Apple auf dem Gebiet Musik vor: Der erfolgreiche Internet-Music-Store iTunes kombiniert faire Preise mit einem Mehrwert für den Verbraucher - in Form eines Paketes aus Hardware (iPod), Software und Inhalten.

Die Filmbranche muss sich mit einem Internet-Konzept sputen, denn die Zeit arbeitet gegen sie: Überträgt man die Erfahrungen aus dem Musikgeschäft, dann muss sie bereits 2006 mit einem Umsatzverlust von bis zu 25 Prozent der Video- und Kino-Umsätze rechnen.

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