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Navigator Nicht wirklich „zu Hause“

Bislang ist O2 in Deutschland der einzige Netzbetreiber, der Mobilfunkkunden die Möglichkeit eröffnet, auf den Festnetzanschluss zu verzichten. Jetzt bietet Vodafone unter dem Namen „zu Hause“ einen ähnlichen Dienst an.
  • Torsten Gerpott
Torsten Gerpott

Torsten Gerpott

Bislang ist O2 in Deutschland der einzige Netzbetreiber, der mit dem Dienst Genion Mobilfunkkunden die Möglichkeit eröffnet, auf den Festnetzanschluss zu verzichten, zugleich aber in den eigenen vier Wänden unter einer Festnetznummer günstig erreichbar zu sein. Jetzt bietet Vodafone unter dem Namen "zu Hause" einen ähnlichen Dienst an. Für 20 Euro pro Monat erhält ein Kunde eine an den Wohnort gebundene Festnetznummer und 1000 Verbindungsminuten.

Mit diesem Paket zielt Vodafone auf Vieltelefonierer und wird kaum neue Kunden gewinnen. Viel attraktiver wäre es, wenn Vodafone sich mit seiner Festnetzschwester Arcor verbünden würde. Die beiden Unternehmen könnten Kombiangebote schneidern, bei denen - anders als bei Genion oder "zu Hause" - für Daten- und Sprachverbindungen Festnetzleitungen und nur bei Verlassen des Wohnbereichs Funkkanäle genutzt werden. Dieser Ansatz erfordert geringere Investitionen und bietet in der Wohnung höhere Bandbreiten für den Internetzugang.

Der Grund für den Verzicht auf Kombidienste, bei denen die Netze von Vodafone und Arcor integriert werden, liegt darin, dass in der Vodafone-Konzernstrategie kein Platz für Arcor ist. Da die britische Mutter niemanden findet, der für das Festnetzgeschäft einen angemessenen Preis zahlt, sollte sie ihre Strategie wechseln und in Arcor investieren.

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