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Peugeot Fehlende Originalität

Jean-Martin Folz, seit zehn Jahren Chef des französischen Autokonzerns PSA Peugeot Citroën, scheint mit seinem Latein am Ende. Im nächsten Jahr will er folgerichtig abtreten.

Das Problem von Europas zweitgrößtem Autokonzern nach VW ist weniger, dass PSA schlechter geworden ist, sondern dass die Konkurrenz besser geworden ist. Während Peugeot und Citroën jahrelang mit pfiffigen Nischenwagen und einer breiten Produktpalette an Diesel-Autos mit umweltfreundlichem Rußpartikel-Filter VW, Fiat & Co. eine Nasenlänge voraus waren, hat sich dieser Wettbewerbsvorteil nun eingeebnet.

Beispiel Fiat: Die Italiener wurden bereits zigmal totgesagt, feiern aber nun mit dem neuen Grande Punto wieder Erfolge im hart umkämpften Kleinwagen-Segment. Peugeots Volumen-Modell 207 schlägt dagegen nicht so stark ein, wie es manche Analysten erhofft haben.

Die Folge: Der Absatz der Marke Peugeot im Stamm-Markt Westeuropa ist rückläufig. Den Fahrzeugen des Konzerns fehlt zunehmend das Alleinstellungsmerkmal, dank dessen ein Autobauer höhere Preise nehmen kann.

In diesem Umfeld rächt sich zudem die Schwäche der Franzosen im renditeträchtigen Oberklasse-Segment. Die Marke VW mag enorme Kostenprobleme haben, doch Schwester Audi hält den Konzern mit seinen Gewinnen über Wasser. Bei den Produktionskosten gilt PSA dank der Plattform-Strategie bereits als einer der effizientesten Autobauer Europas. Doch hilft das nicht viel, wenn neue Modelle wie der 1007 beim Kunden nicht ankommen. Bleiben als Hebel für höhere Gewinne nur weitere Kostensenkungen. Unter Umständen muss PSA noch ein Werk schließen. Vielleicht wollte Folz das nicht mehr mitmachen.

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