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Quartalsbilanzen Kommentar: Silberstreif

Abgesehen von den wiedererstarkten US-Banken gibt es quer durch alle Branchen neben vielen Lichtblicken auch Enttäuschungen. Doch ist angesichts der schlechten Ausgangslage mehr zu erwarten?

Die Freude über die Quartalsberichte der Unternehmen und die Hoffnung auf ein Anspringen der Konjunktur sind nicht ungetrübt. Abgesehen von den wiedererstarkten US-Banken gibt es quer durch alle Branchen neben vielen Lichtblicken auch Enttäuschungen. Doch ist angesichts der schlechten Ausgangslage mehr zu erwarten?

Ungleichgewichten in den USA – Verschuldung und Handelsbilanzdefizit – stehen Wachstums- und Strukturprobleme in Euro-Land und eine Dauerrezession in Japan gegenüber. Die Folgen der geplatzten Technologie-Blase sind noch nicht überwunden, wie Überkapazitäten, Preisdumping und mangelnde Investitionen belegen.

Trotz alledem haben die meisten amerikanischen Unternehmen einen Sprung nach vorn gemacht. Nicht nur die Gewinne, auch die Umsätze steigen vielfach wieder. Das deutet auf höhere Nachfrage hin. Hier gibt es die eigentliche Trendwende, mit der kaum jemand gerechnet hat.

Das heißt nicht, es gebe kein Haar in der Suppe. Zwar blicken die Unternehmen optimistischer als noch vor drei, sechs und zwölf Monaten in die Zukunft. Doch Hinweise auf dauerhaft höhere Erträge gibt es nicht. Noch ist unklar, woher eine nachhaltig steigende Nachfrage kommen soll, die über das zweite Halbjahr hinausreicht. Verbraucher, Unternehmen und der Staat sind immens verschuldet. Sie können es kaum richten.

Getrübt wird die Berichtssaison aber vor allem in Europa. Der gegenüber dem Vorjahr um 25 % stärkere Euro erschwert Exporte und schmälert Erträge. Dies bestätigt Befürchtungen, wonach die Gewinnschätzungen weiter reduziert werden müssen. Gut möglich, dass Europas Politiker und Konjunkturinstitute zum dritten Mal hintereinander vergeblich die „Erholung im zweiten Halbjahr“ ausrufen.

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