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Quartalssaison US-Banken hoffen auf Sonnenaufgang

Die Quartalszahlen von JP Morgan sind ein weiterer Beleg dafür, dass sich die US-Bankenbranche auf dem Weg der Besserung befindet. Wells Fargo und Goldman Sachs haben bereits glänzende Zahlen vorgelegt. Doch ist das wirklich die nachhaltige Wende? Es spricht einiges dagegen.
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Die Bäume wachsen für die US-Banken noch nicht in den Himmel. Quelle: dpa

Die Bäume wachsen für die US-Banken noch nicht in den Himmel.

(Foto: dpa)

Nur auf den ersten Blick ist es ein gutes Zeichen: Der US-Bankensektor hat sich soweit wieder vom desaströsen Quartal 2008 erholt, dass das bisschen Solidarität aus der Hochzeit der Krise nach dem Kollaps von Lehman Brothers verflogen ist.

Die ersten großen Institute, allen voran Goldman Sachs, wollen die Staatshilfen zurück zahlen und sich damit von der Konkurrenz absetzen. Es wäre ein Zeichen der Stärke, mit dem sich der Wall-Street-Primus zudem direkten politischen Einfluss auf sein Geschäft vom Hals schaffen könnte. Gleichzeitig setzen die Goldmänner damit aber viele Wettbewerber dem Verdacht des Marktes aus, sie seien immer noch zu schwach zum Überleben ohne Staatshilfe.

Institute wie Citigroup oder Bank of America werden in der Tat große Probleme haben, sich dieses Verdachts durch Rückzahlung der Mittel zu entledigen. Blässt ihnen der kalte Wind des Marktes wie im Herbst 2008 wieder direkt ins Gesicht, kann es ganz schnell erneut eng für sie werden.

Auf die US-Regierung, die die Rückzahlung der Staatsmittel faktisch genehmigen muss, kommt daher nun ein Balanceakt zu, den sie eigentlich nur schlecht aussehen kann. Das Risiko, dass das bisschen mühsam erkämpfte Stabilität des Finanzsektors wieder verloren geht, ist riesig. Goldman und andere auf Rückzahlung drängende Institute spielen mit ihrer harten Linie gegenüber Finanzminister Tim Geithner auf gefährliche Weise mit dem Feuer.

Man kann Goldman aus Konzernsicht gut verstehen, schließlich scheint die Regierung den schnellsten Weg zurück zu alter Profitabilität zu behindern. Die Bank, der man über Jahrzehnte eine besonders enge Verbindung zur Regierung nachgesagt hat, geht ungewöhnlich aggressiv mit der neuen Mannschaft in Washington um.

Es sei die "Pflicht" der Bank, die zehn Mrd. Dollar zurückzuzahlen, machte Finanzchef David Viniar nach Vorstellung eines überraschenden Milliardengewinns im ersten Quartal auf staatsbürgerlich verbrämte Art Druck. Freilich ist dieser Anflug von Patriotismus getrieben von einer kräftigen Portion Eigennutz.

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