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Union Zickige Schwestern

Steuer, Rente, Gesundheit – immer und immer wieder geht es in der Union bei allen großen Reformvorhaben gegen die jeweilige Schwesterpartei. Und das mit einer solchen Konsequenz, dass Parteistrategen dahinter mittlerweile mehr als nur einen Streit in der Sache vermuten.
  • Christoph Birnbaum
Christoph Birnbaum, Redakteur Handelsblatt

Christoph Birnbaum, Redakteur Handelsblatt

Steuer, Rente, Gesundheit – so viel Streit war schon lange nicht mehr. Es kracht an allen Ecken und Enden im Gebälk der Unionsparteien. So laut und so rüde haben die Wortführer der beiden C-Parteien schon lange nicht mehr vor laufenden Kameras und Mikrofonen aufeinander eingeschlagen – zwei Wochen vor dem Parteitag der CDU in Leipzig. Die jüngsten Beispiele vom Wochenanfang: die Rentenvorschläge der CSU, vorgestellt von Horst Seehofer und Edmund Stoiber, und die umstrittene Entlastung für Familien und Mütter.

Prompte Reaktion und helle Empörung aus den Reihen der CDU: der ganze Vorgang trage Züge einer offenen Kriegserklärung. Dies alles „sei nicht länger hinzunehmen“, Horst Seehofer schlage „wild um sich“. Und CDU-Generalsekretär Laurenz Meyer findet die permanenten Querschüsse aus Bayern mittlerweile „unerträglich“.

Im Kern geht es darum: Seit Wochen zeichnet sich ein tief gehender Streit nach dem anderen zwischen CSU und CDU ab. Kaum hat die CDU ihr Herzog-Konzept samt der auch in den eigenen Reihen heiß umstrittenen Kopfpauschale vorgestellt, wird es aus Bayern scharf unter Beschuss genommen – Stichwort: Bürgerversicherung. Wenig später folgt Fraktionsvize Friedrich Merz mit seinen Steuerreformplänen für einen Stufentarif und die Streichung aller Subventionen. Es passiert genau das Gleiche: Wieder begehren die Bayern auf, und Landesfinanzminister Kurt Faltlhauser antwortet Merz sogar mit einem eigenen Steuerkonzept, das weit weniger radikal vorgeht.

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