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VODAFONE Die Geier kreisen

ABN-Amro ist so gut wie erlegt, nun nehmen Anleger-Aktivisten das nächste Großwild ins Visier: Vodafone.
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Schon seit Wochen treiben Spekulationen um eine Übernahme oder Zerschlagung des größten internationalen Mobilfunkanbieters den Aktienkurs. Doch bei einem Börsenwert von 125 Milliarden Euro wäre Vodafone selbst für den gegenwärtigen heißen Fusionsmarkt ein arg großer Brocken. Da scheint der Vorstoß einer neu gegründeten Aktivistengruppe, durch den Umbau der Kapitalstruktur zweistellige Milliardensummen freizusetzen, eine brauchbare Alternative für die Aktionäre. Ob er so erfolgreich verläuft wie die Attacke auf ABN, werden die kommenden Wochen zeigen. Bisher fehlen den Angreifern Partner vom Kaliber großer Hedge-Fonds.

Es liegt nahe, die Aktivisten für ihr Kurzfristdenken und ihren Opportunismus zu verdammen. Vodafone wäre zweifellos nicht damit gedient, mit zusätzlichen rund 50 Milliarden Euro Schulden beladen zu werden. Doch der Konzern hat sich – was sich meist über Opfer solcher Attacken sagen lässt – seine Lage selber zuzuschreiben.

Der frühere Vorstandschef Chris Gent hatte eine simple Strategie: einen globalen Mobilfunk-Giganten zu schaffen. Sein Nachfolger Arun Sarin gab, gedrängt von den Aktionären, den globalen Anspruch auf. Nun befehligt er ein Reich von Mobilfunkfirmen auf sehr unterschiedlich reifen Märkten, dessen stärkster Wachstumsträger eine Minderheitsbeteiligung an dem US-Anbieter Verizon Wireless ist. Es gibt kein zwingendes Argument dafür, dass diese Firmen und Beteiligungen unter ein Konzerndach gehören. Vodafone hat nicht bewiesen, dass Größe und Internationalität im Mobilfunkgeschäft ein schlagender Vorteil sind. Nur eines hat die schiere Größe bisher verhindert: eine Übernahme. Doch das muss nicht für immer so bleiben.

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