Zum Weltfrauentag am 8. März Frauen, teilt euer Wissen!

Weibliche Führungskräfte beschäftigen sich zu sehr mit Frauenthemen. Stattdessen sollten sie sich auf ihre fachliche Kompetenz konzentrieren.
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Noch immer gibt es nicht annähernd genug weibliche Führungskräfte in unserem Land. Quelle: dpa
Managerin bei einer Präsentation

Noch immer gibt es nicht annähernd genug weibliche Führungskräfte in unserem Land.

(Foto: dpa)

Immer häufiger stoße ich, im Vortrag, gedruckt oder digital, auf Positionen erfolgreicher Frauen aus der deutschen Wirtschaft. Ich will mehr davon.

Schließlich gibt es noch immer nicht annähernd genug weibliche Führungskräfte in unserem Land. Umso wichtiger ist es, dass sich diejenigen, die vielen anderen Frauen als Vorbild dienen, zu Wort melden.

Allerdings ist es schade, dass sich viele dieser Frauen zu wenig über ihre Arbeit äußern, über die wirtschaftlichen, technischen und politischen Herausforderungen, die sie Tag für Tag beschäftigen – und zu denen sie etwas zu sagen haben.

Sonst wären sie nicht so weit gekommen in ihrem Job. So lese ich Beiträge von Frauen über Diversität, also Vielfalt in Unternehmen, über Vereinbarkeit von Beruf und Familie, Rollenbilder oder Gehaltsunterschiede. Gern werden auch Tipps gegeben, wie sich Frauen in den männerdominierten Führungsetagen durchsetzen.

Frauenförderung sollte Männersache sein

Verstehen Sie mich nicht falsch. All das soll angesprochen und diskutiert werden. Denn obwohl ich behaupten würde, dass es berufstätigen Frauen noch nie so gut ging, ist es für viele nach wie vor schwierig, Karriere zu machen. Manchmal ist es gar unmöglich.

Lassen wir doch mal Männer darüber nachdenken, mit welchen Widrigkeiten Frauen, die führen wollen, zu kämpfen haben, warum das so ist und wie Lösungen aussehen könnten.

Schließlich sind es überwiegend Männer, die in unseren Unternehmen, bei Konzernen wie Mittelständlern, die Entscheidungen treffen und Karrieren blockieren oder begünstigen.

So lädt zum Beispiel die Gründerin eines neuen Karrierenetzwerks für Frauen zu jedem Treffen auch einen Mann ein, damit frau von ihm erfährt, wo er die Schwierigkeiten sieht und wie er Frauen fördert.

Frauen sollten sich stattdessen mehr den Fachthemen zuwenden. Sie sollten sagen, was sie zu sagen haben: über Digitalisierung, Innovation, Regulierung, Compliance, Fachkräftemangel. Männer haben das Wissen nicht gepachtet.

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