Morning Briefing 1. Februar SPD und AfD gleichauf

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Guten Morgen liebe Leserinnen und Leser,
die Entscheidung ist gefallen. Die Handelsblatt-Chefredaktion folgt dem Votum der Leserinnen und Leser, die mit deutlicher Mehrheit einen Freitagstitel über den ökonomischen Aufschwung der USA bevorzugen. Denn für die US-Konzerne ist die Kürzung des Körperschaftsteuersatzes von 35 auf 21 Prozent zweifellos ein großer Segen.

Quelle: dpa
Wall Street: Investoren bedankten sich mit einem Kursfeuerwerk für die Steuerreform.

Investoren bedankten sich mit einem Kursfeuerwerk an der Wall Street: Der Dow Jones schoss auf ein neues Rekordhoch. Die Beschäftigung zwischen Maine und Miami legt spürbar zu.

Aber: Dieser Titel, der nun in Zusammenarbeit mit unseren Korrespondenten in Washington, New York, Berlin und Frankfurt entsteht, wird auch die Schattenseiten beleuchten.

Obdachloser in den USA: Wie gerecht sind die Früchte des amerikanischen Aufschwungs verteilt?

Was wird aus der ohnehin hohen Verschuldung der USA? Wie gerecht sind die Früchte des Aufschwungs verteilt? Wie wirken sich der niedrige Dollar und das günstige Investitionsklima der USA auf die deutschen Firmen und ihre Belegschaften aus? Antworten liefert Ihnen das Handelsblatt in der Freitagsausgabe – oder ab heute Abend 20 Uhr bereits in der neuen Handelsblatt App, die Sie in den App Stores von Apple und Google für Handy und Tablet kostenlos herunterladen und testen können.

Die Abgastests an Affen und die aktuellen Ereignisse bei BMW und Daimler schreien nach Aufklärung.

Übrigens: Die Recherchen zur Ökonomie der Tierversuche haben wir deshalb nicht eingestellt. Wie auch? Das Thema selbst und die aktuellen Ereignisse bei BMW und Daimler schreien nach Aufklärung. Denn auch bei diesen beiden Autofirmen wurden erste personelle Konsequenzen gezogen. So musste bei Daimler gestern Dr. Udo Hartmann gehen. Als „Leiter Umweltschutz“ des Gesamtkonzerns sah der Mann zu, wie Affen zu PR-Zwecken Stickstoffdioxid einatmeten und danach, so berichtet heute „Bild“, vermutlich umgebracht wurden. Unsere Rechercheure sind überzeugt: Wir sehen den Rauch, aber noch nicht das Feuer.

Quelle: AP
Dieter Zetsche: Das siebte Jahr mit Rekordabsatz in Folge lässt den Gewinn bei Daimler weiter steigen.
(Foto: AP)

Zur Wahrheit gehört auch: Alle Krisen konnten den Bilanzen der drei großen deutschen Autobauer bisher nichts anhaben. Heute legt Daimler-Chef Dieter Zetsche seine Jahresbilanz vor. Das siebte Jahr mit Rekordabsatz in Folge lässt den Gewinn weiter steigen. Analysten sagen im Schnitt einen Anstieg des operativen Ergebnisses um 15 Prozent auf 14,8 Milliarden Euro voraus. Die weiße Weste der Verantwortlichen trägt zwar schwarze Flecken, aber die Bilanz ist mit Gold umrandet.

Zwei New Yorker Milliardäre, ein Geschäft. Mit der Übernahme der Datenterminals von Thomson Reuters drängt der 70-jährige Gründer und Vorstandsvorsitzende der Investmentgesellschaft Blackstone, Stephen Schwarzman, in das Geschäft mit Finanzmarktdaten. Also genau in das Geschäft, mit dem der Unternehmer und spätere New Yorker Bürgermeister Michael Bloomberg zum Milliardär wurde. Beide eint die Erkenntnis: Daten sind das Gold der Digitalwirtschaft. Nun streiten sich die zwei New Yorker um die Schürfrechte.

Quelle: dpa
SPD-Chef Martin Schulz: Den Sozialdemokraten droht bei den Landtagswahlen in Baden-Württemberg eine krachende Niederlage.

Die Flüchtlingskrise und ihre politischen Folgen: Im grün-schwarz regierten Baden-Württemberg sackt die SPD dramatisch ab, wie eine vom „Südwestrundfunk“ und der „Stuttgarter Zeitung“ veröffentlichte Umfrage ergab. Wenn am kommenden Sonntag gewählt würde, käme die SPD nur noch auf zwölf Prozent und stürzt damit um acht Prozentpunkte ab. Die Alternative für Deutschland (AfD) liegt mit der SPD erstmals gleichauf. Solche Umfrageergebnisse symbolisieren keinen Rechtsruck in Deutschland, sondern einen Verzweiflungsschrei der SPD-Wähler. Deren Stimme wird gebraucht, aber nicht gehört.

Quelle: AP
Die Zahl der Anträge für einen kleinen Waffenschein steigt bundesweit.
(Foto: AP)

Nicht nur an der Wahlurne, auch in den Waffengeschäften ist der Teufel los. Die Deutschen rüsten auf. Die Zahl der Anträge für einen kleinen Waffenschein steigt bundesweit. Bis Ende 2017 waren in Deutschland 557.560 kleine Waffenscheine registriert. Im Januar 2016 waren es noch 300.949 – das entspricht einem Plus von gut 85 Prozent innerhalb von knapp zwei Jahren. Die Zahlen gehen aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der Grünen-Bundestagsfraktion hervor, die dem Handelsblatt vorliegt. Doch die politische Klasse hört diese Alarmsirenen nicht. Leidenschaftlich ist man ins Selbstgespräch vertieft.

Ich wünsche Ihnen einen kraftvollen Start in den neuen Tag. Herzlichst grüßt Sie Ihr

Gabor Steingart
Herausgeber

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4 Kommentare zu "Morning Briefing 1. Februar: SPD und AfD gleichauf"

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  • ... von allein wird eine Frau Merkel nicht gehen. Wenn, dann müssten wir diese und Ihre Vasallen aus dem Amt jagen, so wie man es im Mittelalter getan hat.
    Früher hat man zudem solche Personen schnell einen Kopf kürzer gemacht. Heutzutage sähen die Repressalien für derartige in Ungnade gefallenen Personen sicherlich anderes aus. Vorstellbar wäre eine Totalüberwachung 24/7 mit Übertragung ins Internet als die "härteste" aller Strafen.

  • Die SPD hat längst den Bezug zu den Arbeitern verloren. Sie hört ihren früheren Wählern nicht mehr richtig zu.

    Dazu kommt, dass sie unbedingt Flüchtlinge ins Land holen wollen.
    Unbedingt Deutschland an die EU verfüttern wollen, indem man immer mehr Haftungsrisiken anderer Länder übernimmt, neben höheren Zahlungen versteht sich. Dabei arbeiten wir in Deutschland länger als unsere lieben Nachbarn, sollen aber deren Schulden mitfinanzieren, haben dafür weniger Rente, weniger Wohneigentum. So langsam erkennt der Wähler, dass hier ganz gewaltig etwas schief läuft.
    Die Politiker sind dazu da, den Menschen in Deutschland zu dienen, nicht den Konzernen oder anderen ideologischen Ideen von einem Europa, bei dem eigentlich nur Deutschlands Steuerzahler wie eine Weihnachtsgans ausgenommen werden.
    Armes Deutschland.

  • Merkel, geh nach Hause. Endlich.

  • Es gäbe keinen "Rechtsruck" der Wähler, wenn die Politiker endlich die Interessen des Volkes vertreten würden und nicht das Volk die Interessen der Politiker müßte!

    Die CDU ist zwischenzeitlich so weit nach links gerückt, dass für die SPD da kein Platz mehr ist. Alles was nicht links von der Mitte ist, gilt automatisch als rechts, was auch richtig ist. Nur wird heute Rechts gleich mit rechtsradikal und nationalsozialistisch (man beachte: SOZIALISTISCH) gleichgesetzt. Das ist falsch. Das Deutsche Volk hat ein Recht auf Selbständigkeit und Nationalstolz. Das Deutsche Volk hat ein Recht darauf, dass der in Jahrzehnten erarbeitete soziale Wohlstand nicht von einer Person nach Europa oder an die Personen anderer Nationalitäten und Kulturen verschenkt (!!!) wird.

    Es ist einzigartig in der ganzen Welt, wie Deutschlands Vermögen verschleudert wird, nur um die personliche Profilierungssucht einzelner Personen zu befriedigen!

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