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Morning Briefing 18. Juni Katastrophaler WM-Auftakt

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Guten Morgen liebe Leserinnen und Leser,

erstmals seit 1982 hat die Fußball-Nationalmannschaft wieder das Auftaktspiel bei einer Weltmeisterschaft verloren. Mit 0:1 verlor das Team von Jogi Löw gegen Mexiko – und das verdient.

Quelle: AFP
Weltmeister Deutschland startet mit einer 0:1-Niederlage gegen Mexiko in die Fußball-WM.
(Foto: AFP)

Dem Weltmeister von 2014 fehlte es an spielerischer Brillanz, Leidenschaft und Teamgeist. In dieser Verfassung ist die Mannschaft kein Kandidat für den Weltmeistertitel. Vielleicht wirkt die Niederlage wie ein Weckruf. Zu spät ist es noch nicht – ich bleibe optimistisch.

Angela Merkel, die das Spiel mit einigen vertrauten CDU-Politikern im Fernsehen verfolgt hat, wird möglicherweise Parallelen zur politischen Situation in der Bundesregierung erkannt haben. Wegen des Streits in der Flüchtlingspolitik treten CDU und CSU schon lange nicht mehr geschlossen als Team auf. Das Publikum ist von dem Meinungskampf nur noch genervt. Merkel und ihr Widersacher Horst Seehofer sollten sich dringend an ihren demokratischen Auftrag erinnern: erst das Land, dann die Partei.

Quelle: dpa
Horst Seehofer fordert die Abweisung von Migranten an der deutschen Grenze, die schon in einem anderen EU-Land als Asylbewerber registriert sind.

In diese Richtung deuten zumindest ein paar Sätze, die CSU-Chef Seehofer am Wochenende verbreitet hat. Einer lautet: „Niemand in der CSU hat Interesse, die Kanzlerin zu stürzen, die CDU/CSU-Fraktionsgemeinschaft aufzulösen oder die Koalition zu sprengen.“ Seltsam, dass das Versprechen so glaubwürdig klingt, wie das von DDR-Staatsratschef Walter Ulbricht: „Niemand hat die Absicht, eine Mauer zu bauen.“

Quelle: dpa
Aus Seenot gerettete Flüchtlinge kommen mit der Aquarius im Hafen an.

Wie notwendig eine europäische Lösung der Flüchtlingskrise ist, zeigt die Irrfahrt der „Aquarius“ mit 629 Flüchtlingen an Bord. Das Schiff hat gestern im Hafen von Valencia festgemacht, nachdem die Regierung in Rom vor einer Woche eine entsprechende Genehmigung verweigerte. Auch Malta hielt seine Häfen geschlossen. Europa kann nicht alle Migranten aufnehmen. Aber ein so kaltherziger und unmenschlicher Umgang mit Flüchtlingen schadet dem Ansehen des Kontinents in der ganzen Welt.

Svenja Schulze ist in der Bundesregierung noch nicht sonderlich positiv aufgefallen. Erst in der vergangenen Woche musste die Umweltministerin einräumen, dass Deutschland die Klimaziele für 2020 verfehlen wird. Als Konsequenz will Schulze die energieintensiven Branchen dazu verpflichten, weniger Kohlendioxid auszustoßen. Das Problem: In diesen Industrien fehlt es nicht an gutem Willen, die meisten Unternehmen stoßen an technische Grenzen. Davon will die Ministerin nichts wissen. Ihre Pläne erinnern eher an den deutschen Kino-Hit „Was nicht passt, wird passend gemacht“.

Der jährlich verliehene Preis „The Spark“ von Handelsblatt und McKinsey stand 2017 ganz im Zeichen von digitalen Innovationen. In diesem Jahr liegt der Fokus auf Robotik. Am 28. Juni holen wir die Gewinner für Sie in München auf die Bühne. Zehn Karten halte ich für Sie bereit, schreiben Sie mir einfach: [email protected]

Ich wünsche Ihnen einen guten Start in die Woche.

Herzliche Grüße

Ihr

Sven Afhüppe
Chefredakteur

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1 Kommentar zu "Morning Briefing 18. Juni: Katastrophaler WM-Auftakt"

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  • Deutschland hat verloren und nu. Andere Mannschaften können auch Fußball spielen. Ich glaube, die meisten Spieler hatten nur mit ihre Frisur zu tun. Bloß nicht bewegen, sonst könnte ja die schöne tolle wackeln. Boateng hatte soviel Pomade im Haar der ist ja auf seine eigene Schmalzlake ausgerutscht.