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Morning Briefing 27. April Trump demütigt Merkel

19 Kommentare

Guten Morgen liebe Leserinnen und Leser,

es ist mit das Schlimmste, was einem Regierungschef passieren kann: Schon vor dem Abflug von Kanzlerin Merkel zu US-Präsident Trump zeichnete sich ab, dass die Auslandsreise nicht von Erfolg gekrönt sein wird. Nach entsprechenden Hinweisen aus dem Weißen Haus erklärten deutsche Regierungskreise, dass die Vereinigten Staaten bereits am 1. Mai Strafzölle auf Stahl und Aluminium aus der EU verhängen werden. Alle Versuche, das auf politischem Wege zu verhindern, sind offenbar gescheitert. Wir lernen: Menschen zu demütigen gelingt Trump auch ohne Twitter.

Dass Angela Merkel dennoch in den Flieger nach Washington gestiegen ist, muss man ihr hoch anrechnen. Sollte es zu einem Handelskonflikt mit dem transatlantischen Partner USA kommen, steht für Europa und vor allem für Deutschland viel auf dem Spiel. Ein Handelskrieg ist kein Nullsummenspiel – er kennt nur Verlierer.

Quelle: AFP
Angela Merkel und Donald Trump: Schon vor dem Abflug der Kanzlerin zeichnete sich ab, dass ihr US-Besuch nicht von Erfolg gekrönt sein wird.
(Foto: AFP)

Wie anders war der Besuch von Frankreichs Präsident Macron in diesen Tagen bei Trump: Staatsempfang mit militärischen Ehren, zwei Männer streichelnd und Händchen haltend im Weißen Haus. Es hätte mich kaum verwundert, wenn es noch zum kommunistischen Bruderkuss gekommen wäre. Trump weiß, dass er mit Macron einen neuen Freund gefunden hat. Damit ist Trump aber noch kein Freund von Europa.

Wer erfolgreich sein will, muss in China Geschäfte machen. Der Satz gilt seit Jahren. Doch so ganz genau wusste man bisher nicht, wie eng die wirtschaftlichen Beziehungen zwischen der deutschen und chinesischen Wirtschaft sind. Meine Kollegen Ulf Sommer, Sha Hua und Thomas Jahn haben wochenlang diese Frage recherchiert. Das Ergebnis ist eindrucksvoll: Allein die Dax-30-Konzerne erwirtschaften mit ihren etwa 700 Tochtergesellschaften gut 15 Prozent ihrer Umsätze oder knapp 200 Milliarden Euro in China – so viel wie noch nie.

Aber Vorsicht: Deutschlands Manager können nur solange entspannt sein, wie das Reich der Mitte weiter wächst. Andernfalls kann die China-Droge schnell zur gefährlichen Abhängigkeit führen. Mit China ist es zunehmend wie im richtigen Leben: No risk, no fun.

Quelle: dpa
Annegret Kramp-Karrenbauer: Die CDU-Generalsekretärin will eine „Zuhörtour“ starten.

Damit die CDU weder langweilig noch altmodisch wird, will Generalsekretärin Annegret Kramp-Karrenbauer eine sogenannte „Zuhörtour“ starten. Ein Wort, das nur der Funktionärsapparat einer verkopften Partei kreieren kann. 40 Termine sind in den nächsten Wochen geplant. 2020 soll eine „Antworttour“ folgen. Man kann nur hoffen, dass die Ergebnisse in der Zwischenzeit keiner „Zensurtour“ in der Parteizentrale zum Opfer fallen. Basisdemokratie ist gut, braucht aber auch Mut.

Auch Journalismus braucht Mut. Redakteure, die mutig recherchieren und mutig ihre Sicht der Welt erklären. Beim Handelsblatt legen wir viel Wert auf unterschiedliche und überraschende Meinungen. Ab heute kommentieren jeden Freitag die Kollegen des englischsprachigen Handelsblatt Global ein aktuelles Thema – und zwar auf Englisch, ein Zeichen für die Internationalisierung des Handelsblatts. Den Start macht Chefredakteur Andreas Kluth über die Stärken und Schwächen Europas: „When more Europe works.

Ich wünsche Ihnen ein erholsames Wochenende. Herzliche Grüße,

Ihr Sven Afhüppe
Chefredakteur

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19 Kommentare zu "Morning Briefing 27. April: Trump demütigt Merkel"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • Sie haben es verstanden Herr Maidan, was für ein großer Tag für Sie.
    Von Trump lernen heisst siegen lernen!

  • @ Herr Tomas Maidan

    >> Genau so sollte Deutschland es auch machen; mit Russland >>

    Jetzt kommt auch noch der Ukrainische Nationalisten Troll zu Wort :

    Im Handel mit Russland würde Deutschland beim Protektionismus noch viel mehr verlieren, als bei den Amis !

    Durch das Vasallenverhalten gegenüber der Yankees und das Hereinfallen auf die ukrainische Nazi-Propaganda und Russophobie hat Deutschland schon mehrere Hundert Mrd. € und eine Halbe Million Arbeitsplätze eingebüßt !


  • Trump macht das schon richtig: Aus eine Position de Stäke das witschaftlich schwächere Land demütigen und zu eigenen, für sich selbst vorteilhaften Konditionen zwingen! Genau so sollte Deutschland es auch machen; mit Russland. Wir bräuchten auch in Deutschland jemanden wie Trump, der zeigt, dass wir ein großes, starkes Land sind, das mit Wirtschschaftszwergen und feindlichen Nachbarn nach EIGENEN Gesetzen umzuspringen bereit ist. Von Trump lernen heisst siegen lernen!

  • @ Herr Marcel Europaeer

    >> Über Trumps Amerika kann man ein Ei schlagen. >>

    Dieses Ei wird Deutschland wie eine Weihnachtsgans ausnehmen :

    - Strafzölle in Höhe von Hunderten Mrd. €

    - NATO - Abgaben mit zusätzlichen Belastungen von ca. 35 Mrd. € jährlich

    - Blockierung von wichtigen Projekten ( Nordstream 2 ) mit dadurch entstehenden Zusatzkosten für Energieträger ( Flüssiges US-Gas )

    - Zölle auf Deutsche Autos mit Verteuerung and Absinken des Absatzes von diesen Autos

    - Strafzölle auf ALU und Stahl mit Verteuerung der Auto, -Flugzeug, - Verpackungsindustrien

    Das Ei ist RUND !

  • @ Herr Marcel Europaeer

    >> Merkels Besuch ist lediglich dazu da, Anstand zu zeigen in der Hoffnung, dass die älteste Demokratie der Welt bessere Zeiten vor sich hat. Einen Trump haben die Amis nicht verdient. >>

    Um Anstand in einer Hoffnung zu zeigen, verfliegt man nicht Hunderttausende € von Steuergelder !

    Hätte Murksel ein Bisschen Ahnung von Politik, so würde sie schon längst kapiert haben, dass sie mit Anstand und Hoffnung beim Trump an eine falsche Adresse fliegt !

    Trump mag zahme PUDEL, keine starrsinnigen alten Weiber !

  • Weder kann das Land mit einem vernünftigen Bildungssystem, noch mit einem ausgewogenen Sozialsystem noch mit wettbewerbsfähigen Waren glänzen.

    Wie wahr, hier zeigt sich die ganze Unfähigkeit, nach 8 Jahren, von Herrn Obama.

  • Liege grad im Flieger und versuche einzuschlafen, Sie Hanswurst.

  • Über Trumps Amerika kann man ein Ei schlagen. Die 4 Jahre, die er Mr. President spielen darf, wird die USA im internationalen Vergleich weiter zurück fallen lassen. Weder kann das Land mit einem vernünftigen Bildungssystem, noch mit einem ausgewogenen Sozialsystem noch mit wettbewerbsfähigen Waren glänzen.

    Die USA zeigt den Kapitalismus im Endstadium, der durch einen brutalen Polizeiapparat, Rachejustiz, hohe Mauern und Schutzzölle verteidigt werden muss.

    Merkels Besuch ist lediglich dazu da, Anstand zu zeigen in der Hoffnung, dass die älteste Demokratie der Welt bessere Zeiten vor sich hat. Einen Trump haben die Amis nicht verdient.

  • @ Sergio Puntila

    >> dumm herumschwefeln: Sie Schande der Lesekompagnie^^>>

    Schätze, du von Deutsch nix verstanden. Sitzen wohl in Brüssel und schreiben Scheiße !

  • Nehmen se mal Haltung an Query: Selbst von Arbeit null Ahnung haben und dumm herumschwefeln: Sie Schande der Lesekompagnie^^

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