Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

Morning Briefing Der Klima-Ehrgeiz der EU

Kommentieren

Guten Morgen liebe Leserinnen und Leser,
es wird schlimmer, bevor es besser wird, lautet eine der populären Parolen im Polit-Zirkus. Aber wann wird etwas besser bei den CO2-Lasten? Ein UN-Report hält nun fest, dass 2017 die Emissionen seit langer Zeit wieder gestiegen sind. „Klimaneutral zu werden, ist der richtige Weg für Europa“, sagt EU-Energiekommissar Miguel Arias Cañete im Gespräch mit unserer Redaktion – an diesem Mittwoch legt die Brüsseler Behörde ihre Langfriststrategie vor. Der vollständige Ausstieg aus der Kohlewirtschaft bis 2030 sei nötig, um die Erwärmung auf 1,5 Grad zu begrenzen, heißt es in dem Papier.

Angriff ist die beste Verteidigung, sagt sich Bayer-Chef Werner Baumann und baut seinen Chemiekonzern tatkräftig um. Sparen und Jobs abbauen sind nun seine Konzepte, vor allem im schwächelnden Geschäft mit rezeptfreien Medikamenten. Auch sollen Firmenteile verkauft werden; der Vorstand behält es sich vor, die Tiermedizinsparte zu verhökern. Mit diesem Kraftakt will Baumann seine Kritiker überzeugen, deren Zahl nach dem Kauf der verrufenen Agrarfirma Monsanto sprunghaft gestiegen ist. Am nächsten Mittwoch wollen die wichtigsten Analysten und Fondsmanager wissen, wie es bei Bayer läuft. Das Kursdebakel von minus 30 Prozent nach einem verlorenen Monsanto-Schadenersatzprozess steckt ihnen noch in den Knochen. Winfried Mathes von der Fondsfirma Deka: „Wir wollen eine Antwort, wie Bayer die Prozesslawine stoppen will.“

Quelle: dpa
NordLB: Kapitallücke von mindestens 3,5 Milliarden Euro.

Eine große Bank im Schlussverkauf, das ist kein alltägliches Phänomen. Und doch geben die Commerzbank sowie die Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba) heute wohl kein Angebot für die NordLB ab, die vom Land Niedersachsen kontrolliert wird. Im Falle Helaba konnten sich die Sparkassen untereinander nicht einigen. So stehen die beiden angelsächsischen Finanzgruppen Cerberus und Apollo nun offenbar allein auf weiter Flur. Problematisch ist nur, dass es bei der NordLB – nach Anschauung der Bafin – eine Kapitallücke von mindestens 3,5 Milliarden Euro gibt. Sie sei bis Jahresende aufzufüllen.

Supergehälter für Manager, die nicht ganz so super sind, das ist seit einigen Jahren ein Dauerthema. In Großbritannien kommt die oppositionelle Labour Party von Jeremy Corbyn nun auf die Idee, einfach den Kunden der größten 7000 britischen Firmen das Recht zu geben, mit über die Gehälter der Top-Manager abzustimmen. Auch andere Stakeholder, etwa Angestellte, sollen sich einbringen. Jüngst hatte eine Studie der Internationalen Arbeitsorganisation ermittelt, dass die britischen Löhne in der letzten Dekade schwächer als in neun anderen Industrie-Ländern gewachsen sind.  

In Helsinki hatten sie sich so gut verstanden, doch beim G20-Treffen ab Freitag in Buenos Aires wird es eventuell keinen neuen Giganten-Talk zwischen Wladimir Putin und Donald Trump geben. Der US-Präsident plant, mit Verweis auf die russischen Behinderungen in der Meerenge bei der Krim-Brücke, den Termin abzusagen. „Ich mag diese Aggression nicht. Ich mag eigentlich überhaupt gar keine Aggression“, äußert sich Trump. „America First“ und Aggressionsfreiheit passen allerdings nicht richtig zusammen.

Er ist der reichste Mann Chinas – und nun zeigt sich, dass er auch Mitglied der alles beherrschenden Kommunistischen Partei ist. Das enthüllte das Parteiorgan „Volkszeitung“ jetzt in einem Lobstück über wichtige Antreiber der Wirtschaft. Jack Ma, der Alibaba mitgründete, hat öffentlich viel über seine Philosophie erzählt, dass er Regierungen zu lieben gelernt habe – sie aber nicht heiraten wolle. Das Parteibuch deutet indes auf eine Art Vermählung hin. „Von Natur aus sind die Menschen fast gleich, erst die Gewohnheiten entfernen sie voneinander“, wusste Konfuzius.  

Quelle: Reuters
Emmanuel Macron: Es bleibe bei seiner neuen Öko-Steuer auf Diesel.

Heute wird Frankreich weiter über die protestierenden „Gelbwesten“ reden, aber auch über die Energiewende, wie Präsident Emmanuel Macron sie sieht. Für Ökologie wolle er „pädagogische Arbeit“ leisten, verkündet der Politiker, das sei nicht nur ein Thema für die „Bobos“ in den wohlhabenden Stadtvierteln, sondern für alle. Es bleibe bei seiner neuen Öko-Steuer auf Diesel, der konkrete Abgabensatz soll der Höhe der Kraftstoffpreise angepasst werden. Die staatlichen Investitionen in erneuerbare Energien sollen von fünf Milliarden Euro im Jahr künftig auf bis zu acht Milliarden steigen. Die französische Energiewende beginnt, der deutschen zu ähneln.   

Und dann ist da noch Tiger Woods, amerikanischer Golfstar, der nun einen Exklusiv-Vertrag der Sonderklasse abgeschlossen hat. Er soll Programme für den angekündigten neuen Streamingdienst GolfTV des Medienkonzerns Discovery und des Turnierveranstalters PGA entwickeln. Es geht um insgesamt 2000 Stunden Live-Programm im Jahr. Der bekannte Name soll Abonnenten locken. Mit Woods ist so etwas wie das „Netflix für Golf“ geplant – aber das klingt in den USA vorher immer wesentlich besser, als es später verwirklicht wird.

Ich wünsche Ihnen einen treffsicheren Tag. Es grüßt Sie herzlich

Hans-Jürgen Jakobs
Senior Editor / Handelsblatt-Autor


Hier können Sie das Morning Briefing abonnieren.

Morning Briefing: Alexa
Startseite

Mehr zu: Morning Briefing - Der Klima-Ehrgeiz der EU

0 Kommentare zu "Morning Briefing: Der Klima-Ehrgeiz der EU"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%