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Morning Briefing Deutschlands neue Stahl AG

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Guten Morgen liebe Leserinnen und Leser,

das G7-Treffen im französischen Biarritz hat schon Geschichte geschrieben, bevor es überhaupt begonnen hat. Anders als sonst üblich soll das Gipfeltreffen ohne Abschlusserklärung enden. Mit dem Vorstoß will man den Druck nehmen, sich in strittigen Fragen wie der Handels- und Klimapolitik einigen zu müssen. Ein Erfolg für US-Präsident Donald Trump, der kein Freund gemeinsamer Gipfelerklärungen ist. Doch was sind die G7-Treffen noch wert, wenn sie keine Beschlüsse mehr fassen?

Statt mühsam über eine Abschlusserklärung zu verhandeln, will Gastgeber Emmanuel Macron mit den anderen Staats- und Regierungschefs über eine Ankurbelung der schwachen Konjunktur sprechen. Der Debatte kann sich Bundeskanzlerin Angela Merkel nicht verschließen. Die Frage, welche Impulse die Bundesregierung setzen kann, wird Merkel auf dem G7-Treffen sicher mehrfach gestellt bekommen. Merkels Mantra vom Segen der schwarzen Null wird die Gipfel-Runde kaum überzeugen. Deutschland ist nicht mehr der Wachstumsmotor, sondern die Konjunkturbremse in Europa.

Quelle: AFP
Wirtschaftsnobelpreisträger Edmund Phelps fordert mehr Experimentierfreude von jungen Unternehmern.
(Foto: AFP)

Wirtschaftsnobelpreisträger Edmund Phelps hält nicht viel von staatlichen Konjunkturprogrammen. Um Innovationen und Produktivität anzukurbeln, schlägt der renommierte Ökonom im Interview mit dem Handelsblatt einen anderen Weg vor: „Wir müssen die jungen Leute dazu bringen, mehr zu experimentieren, sich neue Produktionswege und Produkte auszudenken. Wir müssen das Bestreben zurückbekommen, etwas zu verändern, einen kleinen Unterschied auszumachen.“ Phelps' Motto: Vorsprung durch Disruption. Pflichtlektüre für alle G7-Teilnehmer.

Thyssen-Krupp-Chef Guido Kerkhoff plant einen radikalen Umbau des angeschlagenen Konzerns. Die Stahlsparte soll nach Informationen des Handelsblatts gestärkt werden. Im Gespräch sind Zusammenschlüsse mit Klöckner & Co sowie Salzgitter. Zur Finanzierung soll ein Teil der erfolgreichen Aufzugssparte verkauft werden. Noch sind die Pläne keine Wirklichkeit. Aber wenigstens gibt es wieder einen Zukunftsplan für Thyssen-Krupp.

Quelle: dpa
Bundesjustizministerin Christine Lambrecht bittet Unternehmen bei Betrug, Korruption oder Umweltdelikten künftig stärker zur Kasse.

Unternehmen in Deutschland müssen künftig bei Betrug, Korruption oder Umweltdelikten mit empfindlichen Strafen rechnen. Ein Gesetzentwurf von Bundesjustizministerin Christine Lambrecht sieht Bußgelder von bis zu zehn Prozent des Jahresumsatzes vor. Kritiker wenden ein, dass das Strafmaß unangemessen hoch ist. Das stimmt. Richtig ist aber auch, dass Wirtschaftskriminalität kein Kavaliersdelikt ist.

Dass die SPD in keinem guten Zustand ist, zeigen nicht nur Umfragewerte. Ein weiteres Alarmsignal ist die Tatsache, dass bis auf Vizekanzler Olaf Scholz niemand aus der ersten Reihe für den Parteivorsitz antreten will. Scholz ist zudem der einzige Bewerber, der offen für eine Fortsetzung der Großen Koalition eintritt. Dass der Finanzminister zusammen mit Klara Geywitz die Wahl gewinnt, ist so unwahrscheinlich wie ein Schneesturm in der Sahara.

Mit der Entscheidung über den Parteivorsitz entscheiden die SPD-Mitglieder damit indirekt über die Zukunft der Bundesregierung. Die aktuelle Titelgeschichte „Das Exit-Risiko“ beschreibt, wie die SPD auf einen Ausstieg aus der Großen Koalition hinsteuert. Sollte der Fall eintreten, wäre das kein Grund zur Panik. Kanzlerin Angela Merkel könnte mit einer Minderheitenregierung weitermachen. Das ist nicht unbedingt komfortabel, aber auch nicht unmöglich.

Quelle: dpa
Ex-Außenminister Sigmar Gabriel fordert ein neues transatlantisches Bündnis.

Das Handelsblatt Research Institut startet heute den neuen PodcastGlobal Challenges“. HRI-Präsident Bert Rürup diskutiert ab sofort regelmäßig mit dem früheren Außenminister Sigmar Gabriel über die Lage der Welt. In der ersten Ausgabe mahnt Gabriel: „Wir haben in den letzten Jahren viel zu wenig in die Stärkung der Europäischen Union investiert.“ Zudem fordert der langjährige SPD-Vorsitzende „ein neues transatlantisches Bündnis“. Weltpolitik zum Mithören und Nachdenken. Hier können Sie ab heute Mittag den Podcast hören und auch abonnieren.

Und dann ist da noch Nils Glagau. Der Chef von Orthomol, einer Firma für Nahrungsergänzungsmittel, ist neues Jury-Mitglied in der GründershowDie Höhle der Löwen“. „Ich bin ein klassischer Unternehmer. Ich kann Gründern mit meinen Kenntnissen über Marken und mit meinen Netzwerken helfen“, verspricht der 43-Jährige. Von solchen Unternehmern braucht Deutschland mehr.

Ich wünsche Ihnen ein erholsames Wochenende.

Herzliche Grüße

Sven Afhüppe
Chefredakteur

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