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Morning Briefing Europa verbannt die Boeing 737 Max

1 Kommentar

Guten Morgen liebe Leserinnen und Leser,

die Boeing 737 ist das meistverkaufte Flugzeug der Welt. Und die 737 Max ist das neueste Modell. Doch nach dem zweiten Absturz einer solchen Boeing wachsen die Zweifel an der Flugtauglichkeit der Maschinen. Nach China verhängten auch Europa, Singapur, Neuseeland, Australien und die Vereinigten Arabischen Emirate Flugverbote für die 737 Max. Auch der weltgrößte Reisekonzern Tui stoppt alle Flüge mit dem umstrittenen Flugzeugtyp. Die Botschaft ist klar: Die Sicherheit im Flugverkehr ist nicht verhandelbar.

Quelle: dpa
Die europäische Flugaufsicht EASA hat am Dienstagabend den Luftraum für alle Flugzeuge des Typs Boeing 737 Max gesperrt.

Umso mehr verwundert, dass die amerikanische Flugaufsichtsbehörde FAA der 737 Max nach nunmehr zwei Abstürzen die Flugtauglichkeit bescheinigt. Boeing kündigte ein Software-Update sowie ein besseres Training der Crews an. Doch Sicherheit muss bei Boeing mehr als ein Lippenbekenntnis sein. Jetzt zählt nur eins: schonungslose Aufklärung.

Die Brexit-Abstimmung im britischen Unterhaus hat die erwartete Niederlage für Premierministerin Theresa May gebracht. May ist eine harte Kämpferin, doch ihre Verhandlungen mit der EU-Kommission sind erneut an der Irrationalität der eigenen Abgeordneten gescheitert. Die Zeit der Zugeständnisse der EU-Kommission ist hoffentlich vorbei. Der britischen Regierung ist erkennbar nicht zu helfen.

Die Volks- und Raiffeisenbanken glänzen mit überraschend guten Zahlen. Im vergangenen Jahr haben die Genossen 2,2 Milliarden Euro verdient – mehr als im Vorjahr und deutlich mehr als Deutsche Bank und Commerzbank. Das Klagelied der großen Privatbanken über die Null-Zinsen der Europäischen Zentralbank sind nachvollziehbar. Aber als Ausrede für schlechte Ergebnisse taugt es nicht.

Das Handelsblatt Research Institute hat sich Großes vorgenommen. Unter der Leitung von HRI-Präsident Bert Rürup, dem ehemaligen Vorsitzenden des Sachverständigenrats der Bundesregierung, soll nicht weniger als eine neue Agenda 2010 entstehen: der Masterplan 2030. Die Pläne sind gestern im Palais Populaire in Berlin vorgestellt worden. Rürups Mahnung an die Bundesregierung: „Es täte dem Land gut, wenn mit einer Modernisierung Deutschlands nicht bis zur nächsten Krise gewartet würde.“

Quelle: dpa
Gerhard Schröder hat die Drohung der USA kritisiert, Geheimdienstinformationen zurückzuhalten, falls Berlin chinesische Firmen beim Ausbau des schnellen 5G-Mobilfunknetzes beteiligt.

Ex-Bundeskanzler Gerhard Schröder warb auf der Veranstaltung ebenfalls für einen neuen Reform-Mut. Vor allem mahnte Schröder eine engere Kooperation in Europa an. „Deutschland kann mit den großen Wirtschaftsmächten USA und China nur mithalten, wenn es die europäische Karte zieht und Führung in Europa übernimmt.“ Jedes Land sei in Sachen Wirtschaftskraft ein Zwerg verglichen mit den USA und dem aufstrebenden China. „Und mit Zwergen geht man nicht immer freundlich um, sondern stellt sie in den Garten.“

Die Drohung der USA, Geheimdienstinformationen zurückzuhalten, sollte die Bundesregierung chinesische Firmen am Ausbau des schnellen 5G-Mobilfunknetzes beteiligen, wies Schröder scharf zurück: „Das ist eine unverfrorene Erpressung.“ Kanzlerin Angela Merkel wählte gestern eine etwas diplomatischere Sprache: „Für die Bundesregierung ist die Sicherheit ein hohes Gut, auch gerade bei dem Ausbau des 5G-Netzes. Deshalb definieren wir für uns unsere Standards.“ Man kann sich leicht vorstellen, welcher Satz bei US-Präsident Donald Trump nachhaltigen Eindruck hinterlässt.

Ich wünsche Ihnen einen zuversichtlichen Start in den Tag. Herzliche Grüße

Sven Afhüppe
Chefredakteur


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1 Kommentar zu "Morning Briefing: Europa verbannt die Boeing 737 Max"

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  • Kanzlerin Angela Merkel wählte gestern eine etwas diplomatischere Sprache: „Für die Bundesregierung ist die Sicherheit ein hohes Gut, auch gerade bei dem Ausbau des 5G-Netzes. Deshalb definieren wir für uns unsere Standards.“
    ....
    Hoffentlich ist das nicht nur ein Lippenbekenntnis. Bei 1234yf dem neuen, amerikanischen Kältemittel von Honeywell für die Auto - Klimaanlage, bei dessen Verbrennung Flusssäure entsteht, wurde auf amerikanische Studien vertraut. Die europäischen Bedenken außen vor gelassen!

    Meine lieben Automobilbosse, wo bleibt eine CO2 - oder ähnliche Klimaanlage? Wo bleibt ein europäischer Weg, der wirklich sicher ist?
    Selbst Donald Trump möchte nicht mit Flusssäure in Berührung kommen und alle seine Republikaner auch nicht!