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Morning Briefing Kalter Krieg 2.0

17.02.2020 - 06:00 Uhr Kommentieren

Guten Morgen liebe Leserinnen und Leser,

die USA verschärfen ihren Kampf gegen chinesische Wettbewerber um die künftigen 5G-Netze. Auf der Münchner Sicherheitskonferenz kündigte die US-Regierung eine industriepolitische Offensive an, um die Wettbewerbsfähigkeit westlicher Netzausrüster gegen den Marktführer Huawei zu stärken – und zwar in enger Abstimmung mit Europa. Der Plan entspricht ganz den Vorstellungen der USA: Das transatlantische Verhältnis soll um jeden Preis um geostrategische und technologische Interessen erweitert werden. Der Kalte Krieg ist zurück, er wird nur mit anderen Waffen geführt.

Quelle: dpa
Das Coronavirus trifft die Weltwirtschaft empfindlich.

Der Mobilfunkkongress ist abgesagt, die Tourismusbranche und die Autoindustrie fürchten um ihre Umsätze: Das Coronavirus trifft die ohnehin schwächelnde Weltwirtschaft empfindlich. Nach Ansicht von Gabriel Felbermayr, Präsident des Kieler Instituts für Weltwirtschaft, werden die wirtschaftlichen Folgen „jeden Tag dramatischer. Ein Abrutschen der Wirtschaft in eine Rezession sei nicht unwahrscheinlich. Die weit verbreitete Hoffnung, die Pandemie werde die Weltwirtschaft nicht nachhaltig treffen, stellt sich zunehmend als falsch heraus.

Das Handelsblatt will in dieser Woche eine große Analyse zu den ökonomischen Verwerfungen und Herausforderungen durch das Corona-Virus recherchieren. Welche Firmen sind besonders betroffen? Wie schützt man die eigenen Mitarbeiter am besten? Wie entwickeln sich die Umsätze in China? Welche Lieferketten funktionieren nicht mehr? Wenn Ihr Unternehmen selbst betroffen ist und Sie Antworten auf die Fragen haben, schreiben Sie mir einfach: [email protected] Vielen Dank schon mal für Ihre Unterstützung.

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    Helden der Recherche sind immer wieder meine Kollegen aus dem Investigativteam. Jetzt konnten René Bender, Sönke Iwersen und Martin Murphy die Anklageschrift gegen Ex-Audi-Chef Rupert Stadler lesen. 429 Seiten, voll mit Interna und Vorwürfen rund um die Diesel-Manipulationen bei Audi. Nach Einschätzung der Strafverfolger soll Stadler die Manipulationen nicht veranlasst haben, auch habe er jahrelang nicht von ihnen gewusst. Aber bei der Aufklärung des Skandals soll Stadler versagt haben. Ahnungslosigkeit wirft kein gutes Licht auf den prominenten Auto-Manager. Aber sie könnte im Prozess ein großer Vorteil sein.

    Die jahrelangen Verzögerungen beim Bau des Berliner Großflughafens haben Deutschland international einen schweren Imageschaden zugefügt. Dieser könnte bald noch größer werden, sollte die Ansiedlung des geplanten Tesla-Werks in Grünheide bei Berlin scheitern. Am Wochenende hatte das Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg die Rodung eines knapp 92 Hektar großen Waldstücks gestoppt. Bei allen berechtigten Umweltauflagen – juristische Selbstblockade ist kein Standortvorteil.

    Nach zehn Jahren will sich Paul Achleitner Anfang April aus dem Aufsichtsrat von Daimler zurückziehen. Wer den erfahrenen Banker im Kontrollgremium des Autokonzerns ersetzt, ist noch nicht entschieden. Klar ist nur, dass sich Achleitner dann stärker um sein Amt als Chefaufseher bei der Deutschen Bank kümmern kann. Dort läuft es unter Christian Sewing, dem dritten von Achleitner bestellten Vorstandschefs, immerhin etwas besser. Aber auch bei der Deutschen Bank ist Aufseher Achleitner nur noch ein Auslaufmodell.

    Quelle: dpa
    Facebook-Chef Mark Zuckerberg gab sich auf der Münchner Sicherheitskonferenz geläutert.

    Und dann ist da noch Mark Zuckerberg. Der Facebook-Gründer gab sich auf der Münchner Sicherheitskonferenz überraschend geläutert. Zuckerberg akzeptiert nicht nur, dass sein Konzern weltweit mehr Steuern zahlt, auch die Manipulationsvorwürfe im Zusammenhang mit den US-Wahlen 2016 beschäftigen den Multi-Milliardär. „Wir haben unsere Lektion gelernt“, sagte Zuckerberg. Jeden Tag würde Facebook eine Million Fake-Accounts löschen. Das ist viel, aber immer noch nicht genug. Die tägliche Desinformation gehört leider weiter zur Facebook-DNA.

    Ich wünsche Ihnen einen aufgeklärten Start in den Tag.
    Herzliche Grüße, Ihr


    Sven Afhüppe
    Chefredakteur

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