Morning Briefing Plus – Die Woche: Wen trifft das Ende des Wohlstands? – Der Wochenrückblick aus der Chefredaktion
Düsseldorf. Guten Tag liebe Leserinnen und Leser,
jeden Freitag diskutieren wir im Handelsblatt über potenzielle Titelgeschichten. Das läuft meistens sehr strukturiert und effizient ab – was daran liegen könnte, dass auch Journalistinnen und Journalisten freitags froh sind, wenn sie ins Wochenende gehen dürfen. In dieser Woche brachte ein Kollege allerdings ein Thema auf, das wir lange diskutiert haben: Die Frage, wen der drohende Wohlstandsverlust in Deutschland wirklich treffen wird und welche Antworten der Staat darauf hat.
Mit der diese Woche vom Kabinett beschlossenen Gasumlage werden sich die jährlichen Energiekosten für einen vierköpfigen Haushalt um bis zu 1000 Euro erhöhen – Geld, das sich nicht durch eine nun eventuell doch erfolgende Verlängerung des Neun-Euro-Tickets wieder reinholen lässt. Dabei sind steigende Gaspreise nur ein Kostenpunkt.
Auch wenn Olaf Scholz vor einigen Tagen mit dem ikonischen Satz „You’ll never walk alone“ ankündigte, der Staat werde niemanden im Stich lassen, gibt es bei der Umsetzung doch noch einige Fragezeichen. Mein Kollege Julian Olk forderte deshalb vergangene Woche in seinem Leitartikel: „Sagt endlich, wen es wie stark treffen soll“ und zeigte drei Optionen auf, wie der Staat nun vorgehen könnte.