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Morning Briefing Trumps Irrfahrt

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Guten Morgen liebe Leserinnen und Leser,

Donald Trump hat die nächste Runde im Handelsstreit eingeleitet. Im Mittelpunkt der geoökonomischen Attacke steht erneut China. Auf Bierfässer aus rostfreiem Stahl soll ein Zoll von bis zu 80 Prozent erhoben werden, auf chinesische Matratzen sogar ein Strafzoll von bis zu 1732 Prozent. Zuvor hatten amerikanische Firmen den US-Präsidenten um Unterstützung gebeten. Trumps Wahlversprechen „America first“ wird mehr und mehr zur ökonomischen Irrfahrt für ein ganzes Land.

Quelle: Reuters
US-Präsident Donald Trump und Chinas Staatschef Xi Jinping: im Handelsstreit befinden sich die USA und China auf Koalisionskurs.

Die Regierung in Peking hat die neuen Strafzölle als „nackten Wirtschaftsterrorismus“ kritisiert – und ihre wahrscheinlich schärfste Waffe im Handelskrieg mit den USA ins Spiel gebracht: Eine Exportbeschränkung der Seltenen Erden. Diese Gruppe von mehreren chemischen Elementen wird in nahezu allen Bereichen der Unterhaltungs- und Chipindustrie gebraucht. China ist der weltgrößte Exporteur Seltener Erden. Die Finanzmärkte haben auf die Drohung aus Peking hochnervös reagiert. Es ist kaum vorstellbar, wie Trump und Chinas Präsident Xi Jinping noch einmal an den Verhandlungstisch zurückkehren können. Die zwei Supermächte befinden sich auf Kollisionskurs.

Trotz der geopolitischen Verspannungen startet Aldi mit den ersten Filialen in China. In Schanghai sollen in der kommenden Woche zwei Märkte eröffnet werden. Bisher hat Aldi Süd seine Waren in China nur online verkauft. Der Schritt ist nicht ohne Risiko, die Konkurrenz für Aldi in China ist groß. Für das Aldi-Management gilt der Satz des römischen Philosophen Seneca: „Wer Großes versucht, ist bewundernswert, auch wenn er fällt.“

Die Deutsche Telekom zieht Konsequenzen aus den US-Sanktionen gegen den chinesischen Netzausrüster Huawei. In einer internen Mitteilung rief Europas größter Telekomkonzern seine Mitarbeiter auf, keine neuen Huawei-Smartphones mehr als Diensttelefone zu bestellen. „Im Sinne des Investitionsschutzes sollte auf einen alternativen Anbieter ausgewichen werden“, heißt es in dem Schreiben, das dem Handelsblatt vorliegt. Der Werbeslogan der Deutschen Telekom „Erleben, was verbindet“ könnte für Huawei-Handys bald nicht mehr gelten.

Es ist der Traum von vielen Menschen: Finanzielle Unabhängigkeit und frühe Rente. Wie es gelingt, schon früh eine auskömmliche Rente anzulegen, beschreibt unsere heutige Titelgeschichte „Ausgesorgt mit 50“. Die Regeln sind denkbar einfach: Wenig ausgeben, viel sparen und richtig investieren – bis die Kapitaleinkünfte alle Ausgaben decken. Das Streben nach finanzieller Unabhängigkeit fasziniert immer mehr Menschen, die ein Wunsch verbindet: Das Morgen sorgenfrei genießen.

Quelle: AP
Bundesinnenminister Horst Seehofer wird nach der nächsten Bundestagswahl nicht mehr für ein politisches Amt kandidieren.
(Foto: AP)

Und dann ist da noch Horst Seehofer: Der Bundesinnenminister und Politik-Veteran aus Bayern hat den Abschied aus der Politik erklärt. Nach der nächsten Bundestagswahl will er für kein weiteres politisches Amt kandidieren, sagte Seehofer der Deutschen Presse Agentur. Vielleicht kann sich der ehemalige CSU-Chef sogar schon früher auf die Alterszeit freuen: Die Große Koalition wird kaum bis zum Ende der Legislaturperiode halten. Für diese Regierungskrise trägt Horst Seehofer ausnahmsweise nicht die Hauptverantwortung.

Ich wünsche Ihnen ein sonniges Wochenende.

Herzliche Grüße

Sven Afhüppe
Chefredakteur

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