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Morning Briefing Vorfahrt für Bildung

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Guten Morgen liebe Leserinnen und Leser,


Deutschlands Schulen werden digital. Mit der Zustimmung des Bundestags zur Grundgesetzänderung für den Digitalpakt sollen noch in diesem Jahr fünf Milliarden Euro an rund 40.000 Schulen fließen. Mit dem Geld sollen die Netze innerhalb der Schulen sowie interaktive Tafeln und Lernplattformen finanziert werden. Diese Investition ist die Voraussetzung für die Zukunftsfähigkeit des Landes. „Es gibt nur eins, was auf Dauer teurer ist als Bildung: keine Bildung“, wusste schon John F. Kennedy.

Quelle: dpa
Die Digitalisierung von Deutschlands Schulen macht Fortschritte.

Ich bin davon überzeugt, dass der Staat noch viel mehr in Weiterbildung investieren muss. Wenn Deutschland die digitale Transformation ohne große soziale Verwerfungen meistern will, ist eine Qualifizierungs-Offensive nötig. Ein sinnvoller Ansatz ist die Einführung eines Steuerbonus für Weiterbildung. Der Staat sollte nicht nur Geld für die digitale Infrastruktur ausgeben, sondern auch Investitionen in die Köpfe der Arbeitnehmer fördern. Unternehmen, die ihre Mitarbeiter für die digitale Zukunft qualifizieren, sollten steuerlich entlastet werden, beispielsweise über eine Steuergutschrift.

Ein solcher Steuerbonus hat viele Vorteile. Die Firmen investieren mehr in Weiterbildung, die Angst der Arbeitnehmer vor einem möglichen Jobverlust sinkt und die Unternehmen werden wettbewerbsfähiger. Weder Union noch SPD können sich einer solchen Entlastung der Wirtschaft verwehren. Meinen Leitartikel „Vorfahrt für Weiterbildung“ lesen Sie hier.

Trotz niedriger Arbeitslosigkeit und Rekordbeschäftigung blickt Arbeitsminister Hubertus Heil mit Sorge in die Zukunft. Grund sind der Handelskonflikt mit den Vereinigten Staaten und der britische EU-Austritt. Kurzarbeit könne „mit den konjunkturellen Folgen des Brexits schneller passieren als viele denken“, warnt Heil im Interview mit dem Handelsblatt. Bisher sind das nur vage Prognosen, doch die rosigen Zeiten auf dem deutschen Arbeitsmarkt könnten bald vorbei sein.

Deutschlands Familienunternehmen sind weiter Weltspitze. Im aktuellen Global Family Business Index, den alle zwei Jahre die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft EY und die Universität St. Gallen herausgeben, haben es gleich vier deutsche Firmen unter die zehn umsatzstärksten Familienunternehmen geschafft: Volkswagen, BMW, die Schwarz-Gruppe und Bosch. Mittlerweile zählen 79 deutsche Familienunternehmen zu den Top 500 weltweit – neun mehr als im letzten Ranking. Familienunternehmen sind zu Recht der Stolz der deutschen Wirtschaft.

Als am Dienstag die Nachricht von Karl Lagerfelds Tod um die Welt ging, war die neue Ausgabe des Handelsblatt Magazins über den „Mythos Chanel“ bereits gedruckt. Mit einer besonders opulenten Story, die über Nacht von der Hommage an Chanel zum Nachruf auf den 85-Jährigen wurde. Im Dezember wurde unser Reporterteam in New York Zeuge von Lagerfelds letztem großen Auftritt im Dienste des Pariser Modehauses. Mein Kollege Thomas Tuma war dabei: „Dank seiner verschwenderischen Kreativität ist Lagerfeld unsterblich geworden.“

Quelle: dpa
Fahrzeuge des Volkswagen Konzerns stehen im Hafen von Emden zur Verschiffung bereit.

Schwache Konjunktur in China, Probleme bei der Einführung von Elektromodellen und jetzt drohen die USA auch noch mit Strafzöllen: Die Autoindustrie, die wichtigste deutsche Branche, ist vom Zugpferd zum Problemfall der Wirtschaft geworden. Die aktuelle Titelgeschichte „Die Blockade“ beschreibt den Wettlauf der Autokonzerne gegen die Zeit. Der Ausgang des Rennens ist ungewiss.

Als Antwort auf die neuen Herausforderungen legen Daimler-Chef Zetsche und BMW-Boss Krüger heute den Grundstein für eine neue Ära der Zusammenarbeit. Die beiden rivalisierenden Konzerne fusionieren ihre Mobilitätsdienste Car2Go und DriveNow – Plattformökonomie Made in Germany. Aus den gut 2,5 Millionen Kunden in Deutschland sollen schon bald mehr als hundert Millionen Nutzer weltweit werden. Der ehemalige US-Präsident Woodrow Wilson kommt einem in den Sinn: „Wer keine Vision hat, vermag weder große Hoffnung zu erfüllen, noch große Vorhaben zu verwirklichen.“

Ich wünsche Ihnen ein ideenreiches Wochenende. Herzliche Grüße

Sven Afhüppe
Chefredakteur


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