Elektromobilität: Ford senkt die Preise für sein Elektro-Spitzenmodell F-150 Lightning
Der Pick-up ist als Verbrenner bereits eins der Top-Modelle in den USA. Der elektrische Lightning sinkt jetzt im Preis.
Foto: APDüsseldorf. Der US-Hersteller Ford verschärft den Preiskampf im Markt für Elektroautos. Das Unternehmen senkte am Montag die Preise für das Basismodell seines elektrifizierten Pickup-Trucks F-150 Lightning um 17 Prozent auf nun noch 49.995 Dollar. Damit liegt es immer noch deutlich über dem Einstiegsmodell mit Verbrennungsmotor, eins der meistverkauften Autos der USA.
Aber auch der Lightning verkauft sich vergleichsweise gut, für beide Varianten gibt es im Schnitt zwischen 88 und 100 Tagen Wartezeit. Elektro-Marktführer Tesla hatte jedoch vor einigen Monaten mit Preissenkungen den Wettbewerb um Marktanteile angefacht. Anfang des Jahres hatte Ford die Preise für E-Autos noch angehoben, dann aber bereits beim ebenfalls gut laufenden Mustang Mach-E angefangen zu rabattieren. Nun hieß es, die Preise konnten aufgrund von Verbesserungen bei der Skalierung und den Rohstoffkosten für Batterien gesenkt werden.
Bei Ford war der Absatz von E-Autos im vergangenen Quartal um 2,8 Prozent gesunken. Die Aktien von Ford fielen am Montag um rund fünf Prozent und die des Rivalen General Motors um etwa drei Prozent. Die Märkte sehen in Fords Preisbewegung womöglich ein Zeichen, dass bei den Tesla-Konkurrenten die Rentabilität schlechter wird. Tesla-Papiere stiegen indes um zwei Prozent.
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Die USA gelten in Sachen Elektromobilität als ein Wachstumsmarkt, in dem europäische und vor allem einheimische Hersteller die Nase vorn haben. Im lange als Heilsbringer gesehenen China haben sich chinesische Autohersteller an die Spitze geschoben – und schicken sich ihrerseits ein, vor allem den europäischen Markt aufzumischen.
Zuletzt hatte BMW in den USA viele Fahrzeuge abgesetzt. VW versucht derweil mit der Wiederbelebung der US-Kultmarke Scout, im elektrischen Pick-up-Segment mit einer eigenen Produktion vor Ort Fahrt aufzunehmen.