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Volvo Concept Recharge Bis zu 1000 Kilometer Reichweite und Strom-Rückspeisung ins Netz: So plant Volvo die elektrische Zukunft

Volvo hat sich früh und konsequent der E-Mobilität verschrieben. Nun kündigen die Schweden ihre nächsten Schritte an – darunter ein neues Elektro-Flaggschiff.
  • Holger Holzer
01.07.2021 - 13:02 Uhr 2 Kommentare
  • Spotpress
Volvo Concept Recharge   - Auf dem Weg in eine elektrische Zukunft   Quelle: Volvo
Volvo Concept Recharge: Auf dem Weg in eine elektrische Zukunft

Göteborg Ein neues E-Flaggschiff, leistungsfähigere Batterien und mehr eigene Technologien: Volvo hat nun seinen Weg in die nähere automobile Zukunft skizziert. Und die wird elektrisch.

Einen ersten Ausblick auf ihre kommenden E-Autos geben die Schweden mit der Studie Concept Recharge, die den aktuellen Design-Stil der Marke mit den neuen gestalterischen Freiheiten einer reinen E-Auto-Plattform kombiniert. Weil kein Platz für den Verbrennungsmotor vorgehalten werden muss, schrumpft die Motorhauben-Länge, während der Radstand zulegt.

Im Ergebnis gibt es deutlich mehr Platz im Innenraum, der wie gewohnt skandinavisch-nüchtern möbliert ist. Prägendes Element ist ein großer Touchscreen. Auf welches konkrete Modell die Studie hindeutet, sagt Volvo noch nicht. Größenmäßig rangiert das Konzept zwischen XC60 und XC90, baut aber flacher und wirkt kombihafter.

Innen herrscht skandinavische Klarheit Quelle: Volvo
Der Innenraum ist wie gewohnt skandinavisch-nüchtern möbliert

Nächstes E-Modell der Marke wird aber ab 2022 in jedem Fall die Neuauflage des XC90, dann erstmals auf einer reinen Elektro-Architektur. Das große SUV ist allerdings nicht die einzige elektrische Neuheit: Bis 2025 will die Marke fünf E-Modelle im Programm haben. Dazu dürfte neben den bereits erhältlichen XC40 Recharge und C40 Recharge auch ein Elektro-Nachfolger des Mittelklasse-SUV XC60 zählen.

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    Die Akkus der E-Mobile finden wie bei der Studie im ebenen Unterboden Platz. Anders als bisher will Volvo die Speicher nicht einfach zukaufen, sondern sich gemeinsam mit Partner Northvolt stärker selbst an der Entwicklung beteiligen. Auch eine gemeinsame Zellfertigung ist geplant, was Volvo den Batterie-Nachschub für den geplanten Umbau zum reinen E-Auto-Hersteller bis zum Jahr 2030 sichern soll.

    In naher Zukunft soll die Kapazität der NMC-Lithium-Ionen-Akkus um bis zu 50 Prozent wachsen, für die zweite Hälfte des Jahrzehnts planen die Schweden bereits mit einer Reichweite von knapp 1.000 Kilometern. Zudem soll die Batterie künftig nicht mehr als separate Komponente ausgeführt werden, sondern in die Fahrzeug-Struktur integriert werden – Volvo sieht dafür vor allem den Unterboden vor. „Cell-to-car“ heißt dieser Trend, den auch andere E-Auto-Hersteller forcieren.

    Die Studie könnte auf einen Crossover-Kombi der gehobenen Mittelklasse hindeuten Quelle: Volvo
    Die Studie könnte auf einen Crossover-Kombi der gehobenen Mittelklasse hindeuten.

    Neben größeren Reichweiten verspricht Volvo auch Verbesserungen beim Laden. Die nun kommenden E-Mobile der Marke sollen etwa das Rückspeisen der Energie ins Stromnetz beherrschen. Und für die Nachfolgegeneration kündigen die Schweden Ladeleistungen im Bereich von 350 kW an, was mit der Umstellung auf eine 800-Volt-Architektur einhergehen dürfte.

    Neben der Elektrifizierung will Volvo auch in Digitalisierung und autonomes Fahren investieren. So planen die Schweden ein neues Infotainment-System, das auf dem zuletzt verwendeten Android Automotive OS aufsetzt, aber eigenständig auftritt. Darüber hinaus soll ein neuer, leistungsfähiger Zentralrechner in die Fahrzeuge einziehen, für den Volvo Teile der Software selbst entwickeln und aktuell halten will. Nicht zuletzt kündigt das Unternehmen an, künftige Modelle mit Hardware für autonomes Fahren auszustatten. Unter anderem sollen Lidar-Sensoren, sogenannte Laser-Scanner, Standard werden.

    Mehr: Daimler, Traton, Volvo: Elektro-Trucks stehen vor dem Durchbruch

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    2 Kommentare zu "Volvo Concept Recharge : Bis zu 1000 Kilometer Reichweite und Strom-Rückspeisung ins Netz: So plant Volvo die elektrische Zukunft"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    • @Herrn Juergen Hessenauer
      Besser könnte ich es nicht ausdrücken. Dazu noch habe ich den Eindruck, fast alle Autohersteller wollen den Weg mit Batterien gehen welcher eigentlich mehr wie eine Sackgasse aussieht. Das Auftanken meines Diesels dauert maximal 60, na, sagen wir, 75 Sekunden. Dann bin ich von der Säule weg. Wird es überhaupt batteriegetriebene Autos geben, die in einer vergleichbaren oder - aller wenigstens - vernünftigen Zeit voll aufgeladen werden können? Falls nein dann ist diese Technologie höchstens stadttauglich, nie und niemals für Langstrecken (1000km+, mit Klima, mit Scheinwerfer, also normales Fahren) geeignet.
      Was ich mit grosser Interesse beobachte sind derzeit die Brennstoffzellen. Die Toyota hat bereits einige sehr interessante Autos anzubieten. Leider sind diese kaum in Europa zu fahren da die Wasserstofftankstellen immer noch mehr was von der Zukunftsmusik sind. Schade, weil sich Brennstoffzellen bereits seit Jahrzehnten als eine sehr effiziente Stromquelle bewiesen haben (Raumfahrt) und wenn massenhergestellt, könnten solche Autos schnell billiger werden, und dazu grüner als Grass in jeder Hinsicht. Vielleicht darum geht's - weder Industrie noch Politiker wünschen sich eine billige und effiziente Technologie, sondern eher sauteure Spielzeuge mit schönen Logos, die jedoch wenig im Alltag taugen.
      Bis dahin fahre ich, ganz mutterseelenruhig, meinen Diesel;)

    • Es freut mich, dass sich Menschen für Neuerungen begeistern. Zuweilen klafft jedoch zwischen bunter Ankündigung und Wirklichkeit eine enorme Lücke.

      In 2018, als ich meinen jetzigen Verbrenner kaufte, plante ich, ihn 5 Jahre zu fahren und danach ein Elektro Wagen zu kaufen, da es bis in 5 Jahren (von 2018 aus gerechnet) schon viele Autos geben würde, die eine ähnliche Angenehmlichkeit (tatsächliche Reichweite 420km, aufladen in 5 Min., Batterien halten ein Autoleben lang, nicht mehr als 10% höherer Anschaffungspreis gegenüber vergl. Verbrenner) bieten würden, wie ein Verbrenner...

      Weit gefeht! Mit sehr viel Zukunfstmusik lese ich in den Medien von Neuerungen, die noch immer weit von der Angenehmlichkeit meines Verbrenners weg sind. "In naher Zukunft (die zweite Hälfte des Jahrzehnts!!) soll die Kapazität um bis zu 50 Prozent wachsen". Tja dann, warte ich ab bis 2029 vielleicht gibt es sie ja dann, die hoch gelobten Elektroautos, die das können, was ich heute schon habe -:)

      P.S: Die Abgase der Elektroautos kommen nicht am Auto, sondern zum Kraftwerksschornstein raus -;)

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