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Ältestes fahrbares Auto „La Marquise“ erzielt mehr als vier Millionen Dollar

Sie kommt aus Frankreich, heißt „La Marquise“ und legt mit ihren 127 Jahren immer noch bis zu 61 Kilometer pro Stunde zurück: Für 4,62 Millionen Dollar ist nun das älteste fahrbare Auto unter den Hammer gekommen.
11.10.2011 - 13:00 Uhr Kommentieren
  • ampnet
In 127 Jahren hatte der Dampfwagen gerade einmal vier Besitzer. Der neue Eigner muss aber viel Geld übrig haben: Schon der Schätzwert für die historische Rarität lag bei drei Millionen Euro. Und am Ende wurde es dann noch mal deutlich teurer ... Quelle: Pressefoto

In 127 Jahren hatte der Dampfwagen gerade einmal vier Besitzer. Der neue Eigner muss aber viel Geld übrig haben: Schon der Schätzwert für die historische Rarität lag bei drei Millionen Euro. Und am Ende wurde es dann noch mal deutlich teurer ...

(Foto: Pressefoto)

Washington Die Gräfin ist verkauft: Nach Angaben des Auktionshauses RM Auctions erzielte das altehrwürdige Fahrzeug „La Marquise“, das vielen als ältestes noch fahrbares Auto gilt, bei einer Versteigerung in Hershey im US-Bundesstaat Pennsylvania mit 4,62 Millionen US-Dollar sogar das Doppelte seines geschätzten Werts. Wer der neue Besitzer der „Marquise“ ist, teilte das Auktionshaus allerdings nicht mit.

Neuer Besitzer für das älteste Auto der Welt
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Die offizielle Bezeichnung lautet "De Dion Bouton et Trepardoux Dos-A-Dos", die Konstrukteure tauften ihr Werk kurz "La Marquise". Der Dampfwagen aus dem Jahr 1884 fährt, lenkt und bremst - und das bereits wenige Jahre vor Gottlieb Daimlers Motorwagen.

(Foto: Pressefoto)
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In 127 Jahren hatte der Dampfwagen gerade einmal vier Besitzer. Der neue Eigner muss aber viel Geld übrig haben: Schon der Schätzwert für die historische Rarität lag bei drei Millionen Euro. Und am Ende wurde es dann noch mal deutlich teurer ...

(Foto: Pressefoto)
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Die Experten des Auktionshauses RM Auctions, das die Versteigerung veranstaltete, sprachen von einem der "wichtigsten Motorwagen der Welt". Zumindest in Sachen Haltbarkeit macht "La Marquise" modernen Autos einiges vor: Noch heute ist der viersitzige Wagen voll funktionsfähig. Ob unsere Autos im Jahr 2138 auch noch problemlos fahren?.

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Entstanden ist das kutschenähnliche Gefährt durch die Zusammenarbeit dreier Franzosen. Nachdem Albert de Dion, Georges Bouton und Charles-Armand Trepardoux drei Jahre lang an einem dampfbetriebenen Dreirad getüftelt hatten, stellten sie 1884 ihr Fahrzeug mit vier Rädern vor.

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Nur die Reichweite war nicht optimal. Das lag weniger an dem Brennmaterial, wofür einfache Kohle oder Koks verwendet wurde. Vielmehr ging dem Dampfkessel das Wasser aus. Nach rund 35 Kilometer mussten 150 Liter Wasser in den Tank unter den Vordersitzen nachgefüllt werden.

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Doch wenn es fuhr, dann richtig. Der Dampfwagen soll auf einer Geraden bis zu 60 km/h schnell geworden sein - das schaffte keine Pferdekutsche. Bei einem Rennen von Versailles nach Paris 1887 lag die Durchschnittsgeschwindigkeit immerhin bei 25 Stundenkilometern.

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Doch mit der Erfindung des schnelllaufenden Benzinmotors durch Gottlieb Daimler ging die kurze Ära der Dampfwagen zu Ende. 1893 stellten die Franzosen nach etwa 30 gebauten Exemplaren die Produktion auf benzingetriebene Fahrzeuge um.

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Bekannt sind dafür die - nur - vier Vorbesitzer des 1884 gebauten Oldtimers. Die Idee für das Gefährt kam dem französischen Grafen Jules-Albert de Dion. Mit dem Bau beauftragte er die beiden Tüftler Georges Bouton und Charles-Armand Trépardoux, deren Arbeiten für einen Pariser Spielwarenladen er sehr bewunderte. Zu Ehren seine Mutter nannte De Dion das dampfbetriebene Resultat „La Marquise“. 1887 nahm die „Gräfin“ am ersten Automobilrennen der Welt zwischen Paris und Versailles teil.

Ob die „Marquise“ wirklich das älteste fahrbare Auto der Welt ist, bleibt allerdings eine Frage der Definition. Im National Motor Museum in Großbritannien steht nach Angaben der US-Medien ein weiteres Fahrzeug, das den Titel für sich beansprucht. Das 1875 von Robert Neville Grenville gebaute dreirädrige Vehikel hat jedoch nur wenig Ähnlichkeit mit einem modernen Automobil. Außerdem braucht es neben dem Fahrer stets einen zweiten Begleiter, der sich um den Dampfmotor kümmert - während die „Gräfin“ mit nur einem Fahrer auskommt.

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