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Alternative Kraftstoffe Studie: E-Fuels belasten die Umwelt

Autohersteller und Elektroskeptiker setzen große Hoffnungen in synthetische Kraftstoffe. Doch die belasten die Umwelt stärker als gedacht, zeigt eine Studie.
  • Holger Holzer
30.06.2020 - 14:59 Uhr 2 Kommentare
  • Spotpress
Studie zu Alternativen Kraftstoffen  - E-Fuels belasten die Umwelt   Quelle: Continental
Alternative Kraftstoffe

Auch der Zulieferer Continental entwickelt sogenannte E-Fuels.

Heidelberg E-Fuels helfen dem Klima, gefährden aber Luft, Gewässer und Böden. Das ist das Ergebnis einer Studie des Instituts für Energie- und Umweltforschung (ifeu) im Auftrag des Umwelt-Bundesamts (UBA). 

Die Wissenschaftler haben die Gesamt-CO2- und Schadstoffbilanz von synthetischen Power-to-X-Kraftstoffen (PtX) untersucht. Die Energieträger sollen in Zukunft vor allem im Güter- und Flugverkehr zum Einsatz kommen, aber auch Automobilhersteller und E-Auto-Skeptiker setzen große Hoffnungen auf den mithilfe von Strom und CO2 hergestellten Sprit. Denn E-Fuels lassen sich als Designer-Benzin und -Diesel in konventionellen Verbrennungsmotoren nutzen und machen diese klimafreundlicher. 

Die ifeu-Studie bremst nun die Euphorie. Demnach lassen sich mit den PtX-Energieträgern Treibhausgase einsparen, aber selbst mit 100 Prozent Strom aus erneuerbaren Quellen ist ihre Herstellung mit erheblichen Umweltlasten verbunden. Der für die Synthese nötige Kohlenstoff muss als CO2 aus Abgasen, der Luft oder aus Biomasse gewonnen werden. Daraus resultieren Umweltbelastungen – von der Emission von Feinstaub über Überdüngung bis hin zur Versauerung von Böden und Gewässern.

Zudem benötigt der Bau der Wind- und Photovoltaikanlagen, der Synthese-Einrichtungen und der Transportinfrastruktur Rohstoffe und sind mit Emissionen in Luft und Wasser verbunden. Diese Probleme treffen allerdings auch auf die große Konkurrenztechnologie des E-Fuels zu: die Batterie-Elektroautos. Auch ihre Umweltbilanz wird durch den Bau der Energie-Infrastruktur belastet.

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    2 Kommentare zu "Alternative Kraftstoffe: Studie: E-Fuels belasten die Umwelt"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    • Das vielleicht wichtigste Argument gegen E-Fuels im Straßenverkehr wird in diesem Artikel leider nicht erwähnt. Der Antrieb mit E-Fuels ist mindestens um den Faktor 6 ineffizienter als der batterieelektrische Antrieb. Quelle: https://www.agora-verkehrswende.de/12-thesen/elektromobilitaet-ist-der-schluessel-der-energiewende-im-verkehr/
      D.h. für die gleiche Anzahl zu fahrender Kilometern braucht man 6 mal soviele Windkrafträder bzw. Solaranlagen. Das ist der entscheidende Grund dafür, dass Autos mit Verbrennungsmotor auf Dauer keine Zukunft haben und in einigen Ländern bald nicht mehr zugelassen werden.
      Siehe u.a.: https://www.autozeitung.de/zev-benziner-diesel-verbot-bis-2050-116894.html

    • Was soll eine derartige Studie? CO2 ist doch angeblich mehr als genug in der Luft vorhanden und muss sicher nicht extra hergestellt werden. Hier entstehen sicher keine zusätzlichen Umweltbelastungen. Und wenn die Herstellung von Windrädern als Umweltbelastung gesehen wird, dann entfällt der Hauptteil des regenrativen Stroms für jeden Bereich. Und wie Sie richtig schreiben ist dann jede Form von Elektrfahrzeugen noch umweltschädlicher.
      E-Fuels haben auf jeden Fall einen Sinn und werden mit Sicherheit Bestandteil eines zukünftig nötigen Energiemix für die von Ihnen korrekt genannten Anwendungen.
      Warum wird Geld für eine derartige Studie ausgegeben? Sie hat bestimmt auich die Umwelt belastet :-) !

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